ASIEN/IRAK - Chaldäische Bischöfe fordern Beteiligung von Christen an der neuen Regierung

Dienstag, 5 April 2016 sektierertum  

Erbil (Fides) – Christliche Politiker sollen in die neue Regierung aufgenommen werden und Gläubige sollen sich nicht zur Flucht bewegen lassen. Außerdem müsse man alle militärischen Bemühungen des Landes zur Bekämpfung des Islamischen Staates unterstützen: mit diesen Themen befassten sich die chaldäischen Bischöfe bei ihrer Versammlung unter Leitung von Patriarch Louis Raphael I. im Hinblick auf die aktuelle Lage im Irak und im Nahen Osten. Die Bischöfe kamen heute Morgen im Stadtviertel Ankawa in Erbil zusammen, wo die meisten in der Hauptstadt der Autonomen Provinz Kurdistan lebenden Christen wohnen.
In ihrem Schlussdokument, würdigen die Bischöfe die Erfolge im Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat, die die irakische Armee zusammen mit den kurdischen Peschmerga-Kämpfern und den sunnitischen Selbstverteidigungsmilizen erringen konnte. In diesem Zusammenhang wünschen sich die Bischöfe eine Baldige Befreiung Mossuls und des Ninive-Tals und appellieren an die islamischen Autoritäten mit der Bitte um ein gemeinsames Bemühen um die Stabilisierung des Landes durch die Förderung der Menschenrechte und die Überwindung von Eigeninteressen sowie die Notwendigkeit einer politischen Partnerschaft „die Begünstigungen und Quotensysteme auf sektiererischer Basis ablehnt”.
(GV) (Fides 5/4/2016).



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