ASIEN/PAKISTAN - Terrorismusbekämpfung: Bildung muss zum Wandel der Mentalität beitragen

Freitag, 1 April 2016 religiöse minderheiten   terrorismus   dialog   frieden   kultur   bildungswesen  

OFM Cap Lahore

Lahore (Fides) – “Viele Jugendliche werden in Pakistan heute indoktriniert und sind dann bereit als Selbstmordattentäter im Namen Gottes zu sterben. Diese Anschläge werden andauern so lange man in Pakistan nicht gemeinsam für einen Mentalitätswandel arbeitet: dazu müssen Eltern, Lehrer, Religionsvertreter aller Glaubensgemeinschaften und Politiker zusammenarbeiten und alle die Einfluss auf die öffentliche Meinung haben”, so Pfarrer Inayat Bernard, Rektor des Kleinen Seminars „St. Mary“ in Lahore nach dem Anschlag in Lahore, bei dem 78 Menschen (54 Muslime und 24 Christen) starben und über 300 verletzt wurden.
“Die Gewalt wird so lange anhalten, bis der Respekt gegenüber der Menschlichkeit, Toleranz und Gottesfürchtigkeit nicht von den Vertretern aller Religionen gepredigt wird”, so der katholische Geistliche im Gespräch mit Fides, “Die Feinde des Landes verfolgen ihre unmenschlichen Pläne zur Destabilisierung des Landes. Die Menschen guten Willens beten für die Terroristen, damit Gott ihre Herzen und Gedanken zur Umkehr bewegen möge und sie ihre Energie in den Dienst des Wohlergehens und der Entwicklung des Landes investieren“.
Neben dem “konsequenten Handeln der Armee und der Regierung bei der Vorbeugung gegen Gewalt, sind für die Garantie des Friedens und der Harmonie im Land alle 200 Millionen pakistanische Bürger verantwortlich, die unabhängig von ihrem Glauben berufen sind zur Stabilität und zum Wohl des Landes beizutragen” so Pfarrer Bernard abschließend, „Von wesentlicher Bedeutung für den Wandel sind Schule und Bildung , denn dort entsteht eine offene, tolerante, dialogbereite, friedliche und inklusive Mentalität.
(PA) (Fides 1/4/2016)


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