ASIEN/PAKISTAN - Attentat in Lahore: Bischöfe fordern mehr Schutz und Entschlossenheit von der Regierung

Mittwoch, 30 März 2016 terrorismus   islam   verfolgung   religiöse minderheiten   gerechtigkeit   frieden  

Special Service Group Navy - Class Michael Zeltakalns - Creative Commons

Lahore (Fides) – “Der Mord an unschuldigen Menschen und insbesondere an Frauen und Kindern im Namen der Religion ist inakzeptabel. Neben den vielen Christen wurden auch muslimische Männer, Frauen und Kinder Opfer dieses brutalen Anschlags. Wir beten für alle Opfer dieses Attentats und fordern die Regierung auf, nach den Schuldigen zu suchen und sie der Justiz zu übergeben, und Schutzmaßnahmen für alle Bürger, auch für Minderndheiten und angreifbare Gemeinschaften auf den Weg zu bringen”, so Bischof Joseph Arshad, Vorsitzender der bischöflichen Justitia-et-Pax-Kommission nach den Anschlägen von Ostern in Lahore. Im Gulshan-i-Iqbal-Park kamen bei einem Selbstmordattentat 72 Personen ums Leben, darunter 30 Kinder. Über 300 Menschen wurden verletzt.
“Vor wenigen Tagen”, so der Bischof, “waren das hinduistische Holi-Fest und das christliche Ostern zu staatlichen Feiertagen erklärt worden. Deshalb hielten sich viele Christen im Park auf, der zum Schauplatz des Blutbads wurde”, so der Bischof. Zu dem Anschlag bekannte sich die Terrorgruppe “Jamaatul Ahrar” eine Splittergruppe der “Tehreek-i-Taliban” (die so genannten Pakistanischen Taliban), die nach eigenen Angaben “Christen treffen“ und die Regierung “herausfordern“ wollten.
Im Namen der pakistanischen Bischöfe, verurteilt die Kommission mit Nachdruck “den tragischen Anschlag auf unschuldige Menschen” und erinnert daran, dass die Regierung “gegen Extremisten mit militärischen Operationen vorgehen, aber auch die Ursachen der Intoleranz bekämpfen muss”.
“Das Leben in Pakistan wird für alle Menschen ganz offensichtlich schwieriger”, so Bischof Arshad abschließend, der betont: “Wir beten zum Herrn Jesus Christus, damit er Pakistan Weisheit, Toleranz und Frieden schenken und den Familien der Opfer die Gnade zuteil werden lassen möge, den Verlust ihrer lieben zu verkraften”.
(PA) (Fides 30/3/2016)


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