AFRIKA/REPUBLIK KONGO - Präsidentschaftswahl: Regierung veranlasst Kommunikationssperre

Montag, 21 März 2016 wahlen  

Brazzaville (Fides) – Am gestrigen 20. März fand in der Republik Kongo die Präsidentschaftswahl statt. Zuvor hatten die Behörden aus Sicherheitskründen eine Kommunikationssperre angeordnet.
Mobilfunknetze und Internetverbindungen wurden vom Sonntag den 20. März bis Montag den 21. März gesperrt, um “die Veröffentlichung illegaler Wahlergebnisse durch die Opposition zu verhindern”, so die zuständigen Behörden. Die Opposition hatte eine Veröffentlichung der Protokolle aus den Wahllokalen über Mobiltelefone angekündigt. Nach eigenen Aussagen, um Wahlbetrug zu verhindern.
Der scheidende Präsident Denis Sassou Nguesso, der seit 32 Jahren im Amt ist, ließ sich für ein weiteres Mandat aufstellen und trat damit gegen acht Kandidaten der Opposition an. Zuvor hatte Sassou Nguesso eine Verfassungsänderung veranlasst, um eine weitere Amtszeit zu ermöglichen (vgl. Fides 21/10/2015).
Am Abend des 20. März löste die Polizei eine Versammlung von circa 200 Anhängern des Oppositionskandidaten Guy-Brice Parfait Kolélas auf, die der Auszählung der Stimmen in einem Wahllokal in der Hauptstadt Brazzaville beiwohnen wollten.
Die Bischofskonferenz der Region Zentralafrika (ACERAC), in der sich die Bischöfe von Kamerun, der Republik Kongo, Gabun, der Zentralafrikanischen Republik, Tschad und Äquatorialguinea zusammenschließen lancierte im Vorfeld der Wahlen in den Verschiedenen Ländern einen Appell mit der bitte um „gerechte und friedliche Wahlen“ (vgl. Fides 9/3/2016).
(L.M.) (Fides 21/3/2016)



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