ASIEN/IRAK - Chaldäischer Patriarch erkennt “Babylon Brigades” nicht an: keine bewaffnete Miliz hat eine Beziehung zur Kirche

Dienstag, 15 März 2016 bewaffnete gruppen  

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Bagdad (Fides) – Die chaldäische Kirche “unterhält keinerlei direkte oder indirekte Verbindungen zu den so genannten “Babylon Brigades“ oder irgend einer anderen bewaffneten Miliz, die sich als christliche bezeichnet“, erklärt der chaldäische Patriarch Louis Raphael I. in einer vom chaldäischen Patriarchat veröffentlichten Erklärung und distanziert sich damit von bewaffneten Gruppen, die im Irak aktiv sind und sich auf die Zugehörigkeit zu einer angeblichen christlichen Glaubensgemeinschaft beziehen. In der am Sonntag, den 13. März veröffentlichten Erklärung erkennt der Patriarch auch ausdrücklich Vertretern der chaldäischen Glaubensgemeinschaft die nicht an, die behaupten mit einer kirchlichen Genehmigung als politische Führungskräfte tätig zu sein. “Solche Anführer haben die Krankheit des damaligen Patriarchen, Kardinal Emmanuel III. Delly ausgenutzt und sich Beglaubigungsschreiben ausstellen lassen. Doch seit Amtsantritt von Louis Raphael I. wurde in einem Schreiben an alle zivilen Behörden ausdrücklich erklärt, dass diese die chaldäische Kirche nicht auf politischer Ebene vertreten. Die einzigen Vertreter der chaldäischen Glaubensgemeinschaft sind diejenigen, die in das Parlament gewählt wurden”.
Die „The Christian Lions of Babylon Brigades” stellen sich als “militärisch ausgebildete christliche Bürger” dar, die “die christlichen Städte in Mesopotamien vor den Kriminellen des Islamischen States (IS) und vor Terroristen aus Afghanistan, Saudi-Arabien, Katar, Tunesien der Türkei, Kuwait, Libyen und Marokko schützen”.
Der chaldäische Patriarch Louis Raphael I. hatte sich ausdrücklich bereits vor einigen Tagen von syrischen, assyrischen und chaldäischen Milizen distanziert (vgl. Fides 8/3/2016).
(GV) (Fides 15/3/2016).


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