AMERIKA/COSTA RICA - Die letzten kubanischen Migranten verlassen heute das Land

Dienstag, 15 März 2016 flüchtlinge   krisengebiete   sklaverei  

San José (Fides) – Die letzten 80 kubanischen Flüchtlinge, von tausenden, die seit November an der Grenze festsaßen, dürfen heute nach Mexiko einreisen, von wo aus sie in die Vereinigten Staaten weiterreisen. Dies teilt die nationale Krisenkommission (CNE) des Landes mit. An Bord eines Flugzeugs werden die Flüchtlinge nach Nuevo Laredo (Mexiko) gebracht, von wo aus sie bis zur US-amerikanischen Grenze weitertransportiert werden. Seit vergangenen November waren nach Angeben der CNE insgesamt 5.500 kubanische Migranten in 44 Unterkünften untergebracht, wo sie humanitäre Hilfe erhielten.
Die Flüchtlingskrise begann am 15. November, als Nicaragua die Grenze für die Flüchtlinge aus Kuba schloss (vgl. Fides 3/12/2015; 28/12/2015). Costa Rica erteilte unterdessen 7.802 befristete Aufenthaltsgenehmigungen für kubanische Migranten. Ab dem 18. Dezember 2015 wurden keine weiteren Aufenthaltsgenehmigungen erteilt, da die Kapazitäten für humanitäre Hilfe erschöpft waren. Nach wochenlangen Verhandlungen wurde mit Unterstützung der Internationalen Organisation für Migranten (OIM) ein Abkommen zwischen Costa Rica El Salvador, Guatemala und Mexiko geschlossen, das die Durchreise in die Vereinigten Staaten für kubanische Migranten ermöglichte. Die Bischöfe des “Secretariado Episcopal de América Central” bezeichneten die Krise als “humanitäre Angelegenheit” und hatten deshalb eine “humanitäre Lösung gefordert (vgl. Fides 25/11/2015).
Nach Angaben des Immigrationsbüros in Costa Rica haben 4.346 kubanische Migranten das Land auf offiziellem Weg verlassen, während 7.802 ein Durchreisevisum beantragt hatten. Die Regierung vermutet, dass die Restlichen in die Hände von Schleppern geraten sein könnten.
(CE) (Fides, 15/03/2016)


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