ASIEN/INDIEN - Bischöfe fordern zum “Verlassen der Komfortzone” auf

Montag, 14 März 2016 ortskirchen   armut   hinduismus   religionsfreiheit   demokratie  

Bangalore (Fides) – “Als Bürger unseres Landes setzen wir unser Vertrauen in die demokratischen Werte und die indische Verfassung. Wir vertrauen auf die Gnade, die Liebe und die Barmherzigkeit Gottes und erfüllen den Auftrag, den Gott uns anvertraut hat. Wir Appellieren an alle Menschen guten Willens mit der Bitte um Zusammenarbeit für eine bessere Kirche und eine bessere Gesellschaft“, so die indischen Bischöfe in ihrem Schlussdokument zur 32. Vollversammlung (2. bis l 9. März, Bangalore).
“Die indische Kirche leistet einen bedeutenden Beitrag zum Aufbau des Landes im Bildungswesen und im sozialen Bereich, im Gesundheitswesen und unter den Armen”, so die Bischöfe, die an die Hauptaufgabe der katholischen Kirche erinnern: “Als Gemeinschaft der Jünger Christ steht die Kirche im Dienst des Reiches Gottes. Als inklusive Gemeinschaft versteht sich die Kirche als Präsenz Christi, die seine Werte der Liebe, der Gerechtigkeit, der Gleichheit des Friedens und der Barmherzigkeit in der heutigen Zeit umzusetzen versucht. Als Licht, Salz und Sauerteig der Gesellschaft lebt die Kirche solidarisch mit allen Menschen und insbesondere den Armen”.
Im Hinblick auf die heutigen Herausforderungen im indischen Kontext erinnern die Bischöfe an die Familie, das Ordensleben, den Ökumenismus, den interreligiösen Dialog, das Bildungswesen, den Umweltschutz und modernen Formen des Daseins als Kirche.
Als Gemeinschaft müsse die Kirche vor allem den Menschen nahe sein und sich in allen Bereichen der Pastoral öffnen: “Eine neue Form des kirchlichen Daseins – die in bereits Vorbilder wie Papst Franziskus und Schwester Teresa aufzeugen – ruft uns dazu auf, neue Wege zu gehen und die Komfortzone zu verlassen”. Für uns alle gilt der Aufruf Jesu „im Licht des Evangeliums an die Peripherien zu gehen”.
(PA) (Fides 14/3/2016)


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