AFRIKA/SÜDSUDAN - UN-Bericht dokumentiert schwere Kriegsverbrechen

Freitag, 11 März 2016 kriegsverbrechen  

Juba (Fides) - “Vergewaltigung ist mit Sicherheit eine systematische Methode zur Demütigung rivalisierender Völker, doch dass Soldaten und Milizionäre nun auch damit vergütet werden sollen, wirft neue Fragen auf. Sicher ist, dass die Kämpfer freie Hand bei Plünderungen haben”, so Beobachter aus der Ortskirche im Südsudan zu einem Bericht über Kriegsverbrechen im Südsudan, der heute bei der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen in Genf vorgelegt wurde.
“Der Bericht der Vereinten Nationen ist zweifelsohne glaubwürdig”, so der Beobachter weiter, “ wir haben gesehen, wie die Mitglieder der Ermittlungskommission bis Ende Januar eine sorgfältige Arbeit leisteten und sich auch mit vielen Augenzeugen unterhielten. Die systematische Massenvergewaltigung des Gegners ist eine schreckliche Tatsache und weit verbreitet”. “Im allgemeinen sind die Berichte der Vereinten Nationen sehr glaubwürdig, weil sie nur von Ereignissen berichten, die auch geprüft werden können”, so der Beobachter weiter.
Wie aus dem Bericht hervorgeht, sollen Regierungstruppen und die mit ihnen verbündeten Milizen beim Kampf gegen die angeblichen Anhänger der bewaffneten Opposition unter Riek Machar auch vor Massenvergewaltigungen, Plünderungen und Massakern unter der Zivilbevölkerung nicht zurückgeschreckt sein. Die schlimmsten Verbrechen wurden im Staat Unity begangen. Dort wurden zum Beispiel sechzig Menschen bis zur Erstickung in einem Container unter brennender Sonne von den regierungstreuen Truppen eingesperrt, wie der UN-Bericht dokumentiert.
“Derzeit warten wir immer noch auf die Bildung eine Regierung der Nationalen Einheit”, so der Beobachter zur aktuellen Lage, “Machar halt sich immer noch nicht in Juba auf, weil die für seine Sicherheit zuständigen Einheiten noch nicht vor Ort sind”.
(L.M.) (Fides 11/3/2016)


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