AFRIKA/TUNESIEN - Tunesien ist besorgt im Hinblick auf eine mögliche militärische Intervention in Libyen

Freitag, 4 März 2016 internationale politik  

Tunis (Fides) - “Tunesien macht sich große Sorgen im Hinblick auf ein mögliches Eingreifen des Westens in Libyen”, so der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Tunesien, Pfarrer Jawad Alamat im Gespräch mit Fides in einem Kommentar zu möglichen militärischen Operationen europäischer und arabischer Länder unter Leitung der USA zur Bekämpfung des Islamischen Staates.
“Die interne Lage Tunesiens ist sehr fragil aufgrund der wirtschaftlichen und sozialen Situation. Ein externes Eingreifen in Libyen könnte sich auch auf Tunesien auswirken“, so Pfarrer Alamat. “Erste beunruhigende Anzeichen gibt es bereits. Erst gestern wurden an der Grenze zwischen Tunesien und Libyen Terroristen von den Sicherheitskräften ermordet, die nach Tunesien einreisen wollten”.
“Da Tunesien sich bereits in einer schwierigen Lage befindet, weil die interne Situation instabil ist, will man verhindern, dass die Krise in Libyen über die Grenze ins Land kommt. So weit ich es verstehe, ist die Regierung in Tunis nicht mit einem militärischen Eingreifen in Libyen einverstanden und drängt auf einen politischen Dialog zur Überwindung der Krise im Nachbarland“.
(L.M.) (Fides 4/3/2016)


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