AFRIKA/KENIA - Erzbischof Kairo erinnert an die Aufforderung des Papstes zur Korruptionsbekämpfung

Freitag, 4 März 2016 korruption  

Nairobi (Fides)- Der Erzbischof von Nyeri erinnert den kenianischen Staatpräsidenten Uhuru Kenyatta mit Nachdruck an die Aufforderung von Papst Franziskus zur Korruptionsbekämpfung. “Bei dem Treffen mit den Jugendlichen im Kasarani Stadium, hatte der Papst die Jugendlichen aufgefordert, der Korruption zu widerstehen und das Staatsoberhaupt gebeten, diese Sünde auszurotten”, so Erzbischof Peter Kairo bei der Grundsteinlegung für die neue Kirche „Unsere Liebe Frau von der Vorsehung“, die der seligen Schwester Irene Stefani gewidmet werden soll, die am 23. Mai 2015 bei einer feierlichen Zeremonie von Kardinal Polycarpo Pengo, Erzbischof von Dar-es-Salaam, in Nyeri im Beisein von rund 100.000 Gläubigen aus allen Teilen der Welt selig gesprochen wurde. Die Seligsprechung wurde live im Fernsehen übertragen. Schwester Irene Stefani, von den Consolata Missionarin wurde auch “Nyaatha”, “Barmherzige Mutter” genannt, wo mit ihr liebevoller Einsatz für die Kranken gewürdigt werden sollten (vgl. Fides 20/5/2015).
Bischof Kairo brachte bei dieser Gelegenheit die Sorge der Kirche im Hinblick auf die
Aufdeckung von zahlreichen Korruptionsfällen zum Ausdruck, die von der unrechtmäßigen Aneignung von Geldern auf lokaler und nationaler Ebene bis hin zur Zahlung von Bestechungsgeldern an staatliche Beamte und Betrug bei der Vergabe öffentlicher Aufträge reichen.
Zuletzt waren 7,9 Millionen aus den Kassen des Jugendfonds verschwunden. Der Skandal wurde als “Spitze des Eisbergs der Korruption im Land” bezeichnet.
Kenia steht auf der Liste der korrupten Länder auf Platz 139 von insgesamt 168 Ländern. Auf den vorderen Plätzen stehen Länder, in denen Korruption am wenigsten verbreitet ist.
(L.M.) (Fides 4/3/2016)


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