ASIEN/PAKISTAN - Geistlicher Begleiter von Bhatti würdigt dessen Amtsverständnis: “Politik als Dienst”

Mittwoch, 2 März 2016 blasphemie   religiöse minderheiten   verfolgung   märtyrer  

Islamabad (Fides) – “Als ich seine Begabung für eine Führungsrolle und seinen guten Willen beim Engagement für die Kirche in Pakistan erkannte, habe ich sein Studium und sein Interesse an politischen Themen gefördert. Er war nicht wirklich an einer aktiven Rolle in der Politik interessiert, doch er hat diese akzeptiert, um Christen und andere Minderheiten zu schützen. Er war sehr engagiert und beschloss, nicht zu heiraten. Er war Junggeselle. Er hatte keinen Besitz und der betrachtete sein Amt als Instrument des Dienstes. Ich glaube, dass Clement Shahbaz Bhatti ein geweihter Laie war, der als Märtyrer für den Glauben gestorben ist“, so der 2013 verstorbene emeritierte Bischof von Islamabad, Anthony Lobo, in einem Interview im April 2012. Der Bischof und geistliche Begleiter von Shahbaz Bhatti, beschreibt das Leben und das Engagement des am 2. März 2011 bei einem terroristischen Anschlag in Islamabad ermordeten Shahbaz Bhatti “für kommende Generationen”.
Das Interview, das sich heute im Besitz des an der Lateranuniversität in Rom lehrenden pakistanischen Dozenten, Mobeen Shahid, befindet wird Teil der Zeugenaussagen sein, die die Diözese Islamabad sammelt um einen Prozess für die Anerkennung Bhatti als “Märtyrer“ auf den Weg zu bringen. “Bhatti über sein politisches Amt im Geister der Christusnachfolge aus”, so Mobeen Shahid, “indem er sich für die Integration von Christen in die pakistanische Gesellschaft einsetzte, damit diese zur Entwicklung des Landes beitragen konnten- Er war ganz und gar Pakistani und kämpfte gegen fundamentalistische Strömungen im Land. Darauf wollte er nicht verzichten, obschon er wusste, dass er in Gefahr war.”
(PA) (Fides 2/3/2016)


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