AFRIKA/GHANA - Jugendliche sollen “Hoffnung auf Verwirklichung in Afrika nicht aufgeben”

Dienstag, 1 März 2016 bischöfe  

Accra (Fides) – Mangelnde Sicherheit, Terrorismus, Christenverfolgung, Migration, Korruption, schlechte Regierungsführung, Manipulation der Verfassung durch führende Politiker zum Erhalt der eigenen Macht und Bedrohung der Religionsfreiheit bereiten den Bischöfen des westlichen Afrika Sorgen, die im Rahmen der Zweiten Regionalen Vollversammlung der Bischöfe Westafrikas (RECOWA-CERAO) vom 22. bis 29. Februar in Accra (Ghana) zusammengekommen waren (vgl. Fides 25/2/2016).
In ihrer Schlussbotschaft beklagen die Bischöfe die “wachsende Unsicherheit infolge von terroristischen Anschlägen in einiger unserer Länder: Nigeria, Mali, Burkina Faso, Kamerun und Tschad”; “die Verfolgung von Christen” und die “Nichtachtung der Religionsfreiheit, sowie die Auferlegung einer Religion für alle Bürger durch den Staat”; “das Migrationsphänomen, das dazu führt, dass viele junge Afrikaner sich auf den Weg zu ungewissen Zielen machen und dabei oft das Leben riskieren” und “schlechte Regierungsführung, Korruption, soziale Ungerechtigkeit und deren Folgen”.
Unter den besonderen pastoralen Herausforderung erinnern die englisch-, französisch- und portugiesischsprachigen Bischöfe Westafrikas an “die vielfältige Erschütterung der Familien unter anderem durch gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften und die Legalisierung von Abtreibungen”; den interreligiösen Dialog und die Glaubensbildung in den Gemeinden”; “religiösen Synkretismus und das Abwandern von Gläubigen zu neuen religiösen Bewegungen und Gruppen“; „kommerzielle Ausbeutung der Religion“, „Jugendarbeitslosigkeit und Verarmung der Bevölkerung”.
“Angesichts dieser Herausforderung”, so die Bischöfe, “fordern wir die katholischen Gläubigen auf, ihren Glauben zu bewahren”. Politiker sollen „eine gute Regierungsführung und die Gleichberechtigung im Sinne des Gemeinwohls fördern“. Abschließend wünschen sich die Bischöfe, dass “junge Menschen die Hoffnung nicht aufgeben, sondern an die Möglichkeit eines erfolgreichen Lebens und des Wohlergehens auf dem afrikanischen Kontinent glauben”.
(L.M.) (Fides 1/3/2016)



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