AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - Zivilgesellschaft fordert internationale Ermittlungen zu den Massakern in Beni

Montag, 29 Februar 2016 bewaffnete gruppen   zivilgesellschaft  


Kinshasa (Fides) – Die ADF-Nalu arbeitet in der Demokratischen Republik Kongo mit “unkontrollierten Elementen der Sicherheitskräfte” zusammen heißt es in einer Erklärung im Anschluss an den dreitägigen “Sozialen Dialog zum Andauern des Phänomens ADF und deren Verbündeten in ”, den das lokale Zentrum für Friedens-, Demokratie- und Menschenrechtsstudien (CEPADHO) veranstaltete.
Die ursprünglich aus Uganda stammende ADF-Nalu ist seit Jahren in der Umgebung von Beni im Norden der Demokratischen Republik Kongo aktiv und nimmt zunehmend dschihadistische Züge an (vgl. Fides 5/11/2015). Dies beklagen auch die Vertreter der Zivilgesellschaft in ihrer Erklärung: „Wir müssen auf der Grundlage zahlreicher Zeugenaussagen leider feststellen“, heißt es in der Erklärung, „dass in den Reihen der feindlichen Einheiten auch islamistische Elemente aus verschiedenen Ostafrikanischen Ländern kämpfen (Somalia, Kenia, Tansania, Uganda, Ruanda, Tschad, Südsudan, Burundi).“
“Die Macht der ADF auf kongolesischen Staatsgebiet könnte rasch schwinden, wenn es in Zukunft keine direkte und indirekte Unterstützung mehr gäbe”, heißt es in der Erklärung weiter.
Zur Bekämpfung der ADF sei eine Wiederaufnahme der Zusammenarbeit zwischen der kongolesischen Armee und der UN-Mission in der Demokratischen Republik Kongo (MONUSCO) und “umgehende gemeinsame militärische Operation gegen die terroristische Gruppe im Territorium notwendig. Außerdem fordert die Zivilgesellschaft Ermittlungen zur Zusammenarbeit von Mitgliedern der Sicherheitskräfte mit den Rebellen und die Kontrolle von ehemaligen Guerillakämpfen nach deren Integration in die Gesellschaft sowie internationale Ermittlungen zu den Massakern in der Region und die angebliche Behandlung von verletzten Kämpfern der ADF in ugandischen Krankenhäusern. (L.M.) (Fides 29/2/2016)


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