AMERIKA/PARAGUAY - Bischof Escobar beklagt “völlige Gleichgültigkeit“ der Behörden

Montag, 29 Februar 2016 politik   bischöfe   krisengebiete   armut  

Alto Paraguay (Fides) – Der Apostolische Vikar von El Chaco, Bischof Gabriel Escobar, fordert die Bürger der Region auf, angesichts der Isolierung zahlreiche Gemeinden infolge mangelnder Infrastrukturen, mehr Aufmerksamkeit seitens der zuständigen Behörden einzufordern. In diesem Sinne äußerte sich der Bischof anlässlich des Sonntagsgottesdienstes in der Kathedrale von Fuerte Olimpo (Paraguay).
"Wie können in El Chaco nicht länger unter solchen Bedingungen leben, während die nationalen und lokalen Behörden vollkommen gleichgültig bleiben", so Bischof Escobar. Man müsse die kulturelle Armut bekämpfen und konkrete Forderungen an die Behörden stellen. Mangelnde Bildung sei für die Behörden ein Vorteil, da ungebildete Bürger nicht in der Lage seien die eigenen Forderungen zu formulieren. "Die Menschen in Paraguay sind daran gewöhnt Leid zu ertragen, doch eine solche Situation kann nicht länger toleriert werden, denn die Menschen in diesem Teil des Landes verdienen ein besseres Leben“, so Bischof Gabriel Escobar abschließend.
In der Region im Norden von o Paraguay leben rund 18.000 Menschen. Das größte Problem sind nicht vorhandene Straßenverbindungen: einige Gemeinden sind nur mit kleinen Booten über den Fluss Paraguay zu erreichen, die nur einmal pro Woche fahren. Staatliche Entwicklungsprojekte fielen immer wieder der Korruption zum Opfer. Zusätzlich leiden die Menschen unter den extremen Wetterbedingungen in der Region, die die wenigen vorhandenen Straßen oft unbefahrbar machen. (CE) (Fides, 29/02/2016)




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