AMERIKA/PERU - Katholische Kirche fordert dringende Maßnahmen nach Ölpest im amazonischen Regenwald

Mittwoch, 24 Februar 2016 umwelt   krisengebiete   naturkatastrophen   ortskirchen  

Inayo (Fides) – Seit dem 25. Januar trat in der Inayo-Schlucht im Norden des peruanischen Amazonasgebietes wiederholt Erdöl durch mehrere Lecks aus der Pipeline aus, die die Provinz Bagua durchquert. Ein Monat ist seit dem ersten Unfall vergangen und nun bringen Bischof Alfredo Vizcarra und die im Regenwald des Apostolischen Vikariats San Francisco Javier tätigen Pastoralarbeiter ihre Sorge über die bisherige Untätigkeit der Behörden zum Ausdruck und fordern “Maßnahmen zur Beseitigung der Schäden, die dieser Unfall in der Natur und unter den Einwohnern der Gemeinden entlang der Flüsse Chiriaco und Maranon in der Region Inayo verursacht". In einer vom panamazonischen Kirchennetzwerk REPAM veröffentlichten Verlautbarung heißt es: "Die Behörden müssen ihre Verantwortung übernehmen und rasche und zufrieden stellende Antworten angesichts dieser Katastrophe geben".
Das Apostolische Vikariat stellt nach einem Besuch vor Ort konkrete Forderungen: Schadenersatzzahlungen für Ernteverluste; Säuberung des Grundwassers, damit Wasser für Menschen, Tiere und Umwelt nicht schädlich ist; Beobachtung der Qualität des Wassers der Flüsse; Aufklärung der Bevölkerung über Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit und der Umwelt.
Abschließend erinnert das Vikariat Ermittlungen über die Ursachen solcher Urfälle und fordert vorbeugende Maßnahmen für die Zukunft. „Wahrscheinlich sollten die veralteten Erdölpipelines nach 40 Jahren gewartet oder ganz ersetzt werden”, vermutet das Vikariat.
Wie die Föderation der indigenen Gemeinden in Rio Corrientes (FECONACO) mitteilt sollen insgesamt 60 Gemeinden von dem Unfall betroffen sein. Viele Gemeinden ernähren sich vom Fischfang aus den Flüssen, deren Gewässer durch das Austreten des Rohöls verschmutzt ist.
(CE) (Fides, 24/02/2016)


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