ASIEN/SRI LANKA - Kirche bezeichnet Gerechtigkeit als Voraussetzung für wahre Aussöhnung

Dienstag, 16 Februar 2016 aussöhnung   kriegsverbrechen  

Colombo (Fides) – “Bemühen um Gerechtigkeit ist wichtig, damit es in Sri Lanka wahren Frieden gegen kann”: so der Sprecher der Erzdiözese Colombo Pfarrer Cyril Gamini Fernando, “Das Interesse der Vereinten Nationen ist für uns kein Problem und wir hoffen, dass dies den Prozess der Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit in unserem Land fördert”, so der katholische Geistliche in einem Kommentar zum Besuch des UN-Menschenrechtskommissars Zeid Ra’ad Al Hussein im Land. Der UN-Vertreter soll die Umsetzung der Resolution zur Förderung von Aussöhnung und Menschenrechten im Land prüfen.
“Wir haben Vertrauen in unsere Justiz und fordern das einheimische Gerichte über eventuelle Kriegsverbrechen urteilen”, so Pfarrer Fernando. Das Thema „Kriegsverbrechen“, während des 30jährigen Bürgerkriegs in Sri Lanka ist dort umstritten: auf der einen Seite berichten Aktivisten von Leiden der Tamilen und der Straffreiheit für die Verantwortlichen der Massaker, auf der anderen Seite bezeichnen nationalistische Gruppen die UN-Resolution als „externe Intervention“.
Trotzdem ist Pfarrer Fernando zuversichtlich: “Nach dreißig Jahren Krieg herrscht heute eine Atmosphäre der Freiheit und es werden auch unterschiedliche Meinungen frei geäußert. Wir glauben, dass Gerechtigkeit wichtig ist als Voraussetzung für ein eine tatsächliche Aussöhnung und die Heilung der Wunde. Es gibt noch viele Vertriebene im Norden des Landes, die auf Gerechtigkeit und Hilfe warten. Die Kirche steht auf ihrer Seite und setzt sich für Gerechtigkeit an der Basis ein”. (PA) (Fides 16/2/2016)


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