AMERIKA/VENEZUELA - Justitia-et-Pax-Kommission: “Das Recht auf Gesundheit ist ein Menschenrecht”

Samstag, 13 Februar 2016 bischofskonferenzen   gesundheitswesen  

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AMERIKA/VENEZUELA

“Justitia-et-Pax”-Kommission: “Das Recht auf Gesundheit ist ein Menschenrecht”

Caracas (Fides) – “In den vergangenen Monaten hat sich die Arzneimittelknappheit für alle Arten von Krankheiten zugespritzt, doch vor allem fehlen Medikamente gegen Diabetes und Epilepsie, HIV-Infektionen und Herz-Kreislauf-Krankheiten, was in vielen Fällen zum Tod von Menschen führte, ohne dass die zuständigen Regierungsstellen darauf reagieren”, so der Vorsitzende der bischöflichen „Justitia-et-Pax“-Kommission, Erzbischof Roberto Lückert León von Coro in einem Dokument zum Welttag der Kranken.
In der Botschaft befasst sich die Kommission mit der aktuellen Lage des Gesundheitswesens in Venezuela. Neben einer Krise bei der Versorgung mit Medikamenten “gibt es auch nicht genügend Vorbeugungsmaßnahmen und Gesundheitskontrollen, was zu einem Wiederauftreten von Infektionskrankheiten wie Malaria (136.402 Fälle) oder Dengue (54.152 Fälle) führte, während es nicht gelingt rechtzeitig neue gesundheitliche Gefahren abzuwenden, wie zum Beispiel Chikungunya (16.293 Fälle), Zika (rund 412.962 Fälle bis zum 23. Januar 2016) und endemische Krankheiten wie Chagas, Syphilis und Gonorrhöe sich wieder verbreiten".
“Gleichzeitig gefährdet auch die Lebensmittelknappheit die Gesundheit der venezolanischen Bevölkerung”, heißt es in der Botschaft weiter, “Es kommt zu Mangelernährung, was Nährstoffe und Vitamine anbelangt und zu nicht korrekten Blutzuckerwerden infolge einer falschen Ernährung, was den mentalen und sozialen Zustand beeinträchtigt und zu Angstzuständen führt".
Deshalb fordert der Vorsitzende der Justitia-et-Pax-Kommission "die Behörden der Regierung und des Staates auf, ein korrektes Funktionieren des Gesundheitswesens zu garantieren, damit Medikamente für die Behandlung von Patienten in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen, insbesondere für Mütter, Kinder und ältere Menschen“. Die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten soll „eine Priorität auf der Agenda der Regierung, der Politik und der Finanzen des Landes sein, damit Krankheiten überwunden werden können, die bis vor kurzem kontrolliert werden konnten“. „Das Recht auf Gesundheit ist ein Menschenrecht und darf keinen Ideologischen Interessen von Gruppen, Einrichtungen oder Verwaltungen untergeordnet werden", so Bischof Lückert Leon abschließen.
(CE) (Agenzia Fides, 13/02/2016)


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