ASIEN/PAKISTAN - Christ stirbt in Untersuchungshaft: „Christian Solidarity Worldwide“ fordert unabhängige Ermittlungen

Freitag, 29 Januar 2016 religiöse minderheiten   gewalt  

Islamabad (Fides) – Im Zusammenhang mit dem Tod des 35jährigen Christen Liaqat Masih in einem pakistanischen Gefängnis fordern die Nichtregierungsorganisation “Christian Solidarity Worldwide (CSW) und die “Cecil Chaudhry & Iris Foundation” unabhängige Ermittlungen
Liaqat Masih war als Fahrer für Raza Hameed den Sohn eines Politikers aus Gujranwala (Punjab), tätig, als er am 15,. November 2015 zusammen mit seinem Sohn Khurram Sunil von seinem Arbeitgeber wegen Diebstahl angezeigt und festgenommen wurde.
Liquad Masih und sein Sohn wurden ohne Beweise ihn der Polizeistation in Gujranwala in Untersuchungshaft festgehalten, obschon sie die eigene Unschuld bekräftigten. Khurram Sunil wurde am 8. Januar zunächst gegen Kaution freigelassen und am erneut verhaftet.
Am 14. Januar starb Liaquat Masih im Gefängnis, angeblich an einem “Herzinfarkt”. Wie der Sohn berichtet soll sein Vater am Vorabend brutal misshandelt und gefoltert worden sein. “Der Tod von Liquat Masih ist ein Beispiel für zahlreiche willkürliche Hinrichtungen von Christen in Pakistan und deren systematische Diskriminierung”, heißt es in einer Verlautbarung von „Christian Solidarity Worldwide (CSW)“. Zusammen mit der “Cecil Chaudhry & Iris Foundation”, fordert CSW nun unabhängige Ermittlungen und eine Obduktion der Leiche. Dabei erinnern die Nichtregierungsorganisationen an eine “Zuspitzung der Lage für religiöse Minderheiten in Pakistan”.
(PA) (Fides 29/1/2016)


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