AFRIKA/NIGERIA - Bischöfe zu Terror- und Korruptionsbekämpfung: “Wir dürfen keine Unschuldigen bestrafen”

Dienstag, 26 Januar 2016 bischöfe   korruption   bewaffnete gruppen  

Abuja (Fides) - “Wir müssen diejenigen bestrafen, die für Terrorismus und Korruption verantwortlich sind und keine Unschuldigen“, so die nigerianischen Bischöfe der Kirchenprovinz Ibadan in einer Erklärung zum Abschluss ihrer Vollversammlung.
In ihrem Dokument erinnern die Bischöfe an der Zustimmung unter der Bevölkerung für die von Präsident Muhammadu Buhari angekündigten Maßnahmen “in zwei kritischen Bereichen unseres Landes: Terrorismus der Boko Haram und Korruption”.
Gleichsam würdigen die Bischöfe die Erfolge der nigerianischen Sicherheitskräfte und Soldaten bei der Rückeroberung der von Boko Haram besetzend Regionen und deren Bekämpfung. Dies habe die Rückkehr von vielen Vertriebenen in die Heimat ermöglicht.
Die Regierung bitten die Bischöfe darüber zu wachen, dass das Land “nicht zu den schlimmsten Tagen des Guerillakampfes zurückkehrt” und fordern, dass “keine Unschuldigen für die Verbrechen der Aufständischen bestraft werden”.
Im Zusammenhang mit der Korruptionsbekämpfung fordern die Bischöfe die Beendigung der Straffreiheit von Beamten und “den Erhalt der Rechte und Würde der Angeklagten. Dies ergibt sich aus der Würde jedes Menschen, der nach dem Abbild Gottes geschaffen wurde”.
Mit Blick auf die Krise der nigerianischen Volkswirtschaft im Zusammenhang mit den sinkenden Ölpreisen, betonen die Bischöfe abschließend: “Viele Menschen leiden bereits unter der derzeitigen Wirtschaftslage und unsere Führungskräfte sollten dieser Last keine weiteren Traumata auf emotionaler Ebene hinzu fügen”. (L.M.) (Fides 26/1/2016)


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