ASIEN/IRAN - Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke unterstreicht Verdienste von Rohani und Khamenei

Montag, 25 Januar 2016 diplomatie  

Teheran (Fides) – Das Ende des Embargos gegen den Iran bezeichnet der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke im Iran als “historisches Ereignis“. „Es ist eine weit verbreitete Freude zu spüren, sowohl unter Muslimen als auch unter Christen. Ich als Priester, verstehe es als Göttlichen Segen im Jahr der Barmherzigkeit“, so der iranische Priester Hormoz Aslani Babroudi, aus der assyrisch-chaläischen Diözese Urmias und Salmas zur Atmosphäre im Iran, nach Inkrafttreten des am vergangenen 14. Juli in Wien unterzeichneten Atomabkommens.
Am Vorabend des Treffens von Präsident Hasan Rohani und Papst Franziskus unterstreicht der chaldäische Geistliche die Verdienste des iranischen Staatschefs und des Ayatollah Ali Khamenei um diese Wende, mit der eine neue Phase der Beziehungen zwischen dem Iran und der internationalen Staatengemeinschaft beginnt. “Wir müssen allen Verantwortungsträgern dankbar sein”, so Pfarrer Babroudi, “die hart dafür gearbeitet haben, dass diese Wende stattfindet, die so wichtig für den Iran und die ganze Welt ist, angefangen bei Präsident Rohani und allen seinen Mitarbeitern. Wir dürfen auch die geistliche Führung nicht vergessen, die die Politiker von Anfang an unterstützt und ermutigt hat, ihre Pflicht auf die best mögliche Art und Weise zu tun, damit die Welt den guten Willen und den Wert des iranischen Volkes erkennt”.
Die langen Jahre dieses “ungerechten Embargos”, so der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke im Iran, “haben das Leben eines ganzen Volkes erschwert, doch sie konnten die Hoffnung nicht auslöschen. Trotz des Embargos und der ungerechten Druckausübung auf den Iran blieb das Volk geeint auf dem Weg der Entwicklung der Technologie, der Wissenschaft und der Kultur”. Nach Ansicht des iranischen Priesters ist die Beendigung des Embargos auch ein Sieg über die Propaganda, die das Land in ein schlechtes Licht stellen sollte. “Jahrelang”, so Pfarrer Babroudi, “hat der Iran gegenüber der ganzen Welt seine friedlichen Absichten bei der Produktion von Atomenergie bekräftigt. Ich glaube, dass das Ende des Embargos auch den vielen Gebeten der Menschen für die Angerkennung als friedliebendes Volk zu verdanken sind, im Gegenteil zu der falschen Meinung, die in verschiedenen Teilen der Welt verbreitet wurde”.
Pfarrer Hormoz Aslani Babroudi ist als Seelsorger in der chaldäischen Kathedrale von Urmias und Salmas tätig. (GV) (Fides 25/1/2016)



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