ASIEN/SYRIEN - Attentat im christlichen Viertel von Qamischli: drei Tote und zehn Verletzte

Montag, 25 Januar 2016 terrorismus  

Qamischli (Fides) – Bei einem Attentat vor einem Internetcafé im christlichen Viertel in Qamischli kamen am gestrigen Sonntag drei Menschen uns Leben, zehn weitere wurden verletzt. In dem mehrheitlich von Christen bewohnten Viertel explodierten zwei Sprengsätze in der so genannten “Miami Street”.
“Bei den drei Opfern handelt es sich um einen chaldäischen und zwei syrisch-orthodoxe Christen”, so der syrisch-katholische Erzbischof von Hassakè-Nisibi, Jacques Behnan Hindo, “zum gegenwärtigen Zeitpunkt wird vermutet, dass es sich um einen Racheakte der Dschihadisten des Islamischen Staates handeln könnte. Doch es könnte auch einen Zusammenhang mit den jüngsten Gefechten zwischen kurdischen Milizen und den so genannten Sootoro-Selbstschutzeinheiten um die Kontrolle über das Stadtviertel handeln. Viele glauben, dass sich hinter dem Anschlag kurdische Auftraggeber oder Ausführer verbergen. Ein weiterer beunruhigender Faktor dieses Krieges ist der Terrorismus, doch manchmal wissen wir nicht wer uns terrorisiert”. Die Opfer werden heute Nachmittag beigesetzt.
Bereits am vergangenen 20. Dezember starben bei zwei Anschlägen auf Restaurants christlicher Eigentümer in Qamischli 13 Christen und sechs Muslime. Erst vor kurzem (vgl. Fides 20/1/2016) besuchte der syrisch-orthodoxe Patriarch Mar Ignatius Aphrem II. Qamischli in der Provinz Hassakè besucht und versucht zwischen kurdischen Milizen und den Sootoro-Selbstschutzgruppen. (GV) (Fides 25/1/2016).


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