ASIEN/LIBANON - Präsident von Caritas Libanon begrüßt Bemühen um Ausweg aus der institutionellen Krise

Donnerstag, 21 Januar 2016 politik  

Beirut (Fides) – Die marontitische Kirche “unterstützt nicht den einen oder anderen Kandidaten für das Präsidentenamt, doch sie begrüßt jedes Bemühen um einen Ausweg aus der institutionellen Lähmung, die zu einer Wahl des neuen Präsidenten führen. Deshalb befürwortet sie auch die jüngste Absprache zwischen Geagea und Aoun”, so der Präsident von Caritas Libanon, Pfarrer Paul Karam, zu der vor kurzem von Samier Geagea und den Forces Libanaises bekannt gegebene Bereitschaft zu Unterstützung einer Kandidatur des langjährigen „Feindes“ und ehemaligen Generals Michel Aoun für das Amt des Präsidenten (vgl. Fides 19/1/2016).
“Natürlich betrachtet die Kirche mit Wohlwollen die Tatsache, dass christlicher Politiker gegnerischer Blöcke sich einigen, um den politischen Rahmen wieder herzustellen und die Probleme des Landes zu lösen”, so der Caritas-Präsident, „Nun bleibt abzuwarten, ob konkrete Ergebnisse folgen oder ob es wieder unüberwindbare Hindernisse gibt. Doch insgesamt gesehen ist die Annäherung zwischen Geagea und Aoun eine Sensation für das Land und man hofft, dass es endlich einen Ausweg aus der institutionellen Krise geben wird“.
Michel Aoun ist 82 Jahre alt. Das komplexe institutionelle System des Libanon sieht vor, dass das Amt des Präsidenten mit einem maronitischen Christen besetzt wird. (GV) (Fides 21/1/2016).


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