AFRIKA/NIGERIA - Präsident Buhari bringt Ermittlungen zur Entführung der Schülerinnen von Chibok auf den Weg

Freitag, 15 Januar 2016 bewaffnete gruppen  

Abuja (Fides) – Ermittlungen zur Entführung der Schülerinnen aus Chibok brachte der nigerianische Staatspräsident Muhammadu Buhari auf den Weg, der vor allem die Rolle der Sicherheitskräfte im Zusammenhang mit der nicht geglückten Befreiung aufklären will.
Insgesamt 219 Schülerinnen wurden am 14. April 2014 von Mitgliedern der Boko Haram aus dem Schlafraum der Schule entführt. Seither konnten die Mädchen trotz internationaler Appelle nicht befreit werden. Die nigerianische Armee befreite unterdessen mehrere Hundert andere Geiseln aus den Händen der Boko Haram. Bei den Schülerinnen von Chibok gelang dies bisher nicht.
Die vom Staatsoberhaupt veranlassten Untersuchungen sollen “feststellen unter welchen Umständen die Schülerinnen durch die Boko Haram entführt wurden und welche Aktionen auf die Entführung folgten oder auch nicht”.
Bei einem Treffen mit Vertretern der Angehörigen der entführten Schülerinnen erklärte Präsident Buhari: “Ich möchte Ihnen versichern, dass ich jeden Tag mit dem Gedanken an die Schülerinnen von Chibok einschlafe und wieder aufwache. Diese verheerende Tat ist vor meiner Regierungsbildung geschehen, doch es liegt in meiner Verantwortung die Mädchen nun zu befreien”. Unter anderem brachte Buhari Ermittlungen im Zusammenhang mit Korruption in den Reihen der Armee auf den Weg. “Dies sind die Führungskräfte, die ich von der vorherigen Regierung übernommen habe”, so Buhari mit Bezug auf die Spitzen der Armee. „Gott weiß, dass ich mein Bestes getan habe und dies auch künftig tun werde. (L.M.) (Fides 15/1/2016)



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