AFRIKA/SÜDSUDAN - Hunderte Binnenflüchtlinge warten an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo

Dienstag, 12 Januar 2016 flüchtlinge  

Khartum (Fides) – Hunderte südsudanesische Flüchtlinge aus Yambio der Hauptstadt des Staates Western Equatoria halten sich in der Region an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo auf, wo es für sie zurzeit weder medizinische noch umanitäre Versorgung gibt
Unterdessen besuchte der Bürgermeister von Yambio, Danilie Badagbu, in der Grenzstadt Nabiapal wollte der Bürgermeiste von Yambio, Daniel Badagbu, die vielen auf Ausreise wartenden Binnenflüchtlinge.
Durch die Präsenz verschiedener bewaffneter Bewegungen ist die Lage in Western Equatoria, das bisher vom Bürgerkrieg zwischen Präsident Salva Kiir und dessen ehemaligem Stellvertreter Riek Machar verschont geblieben war, unsicher geworden. Bereits im Dezember hatte sich Yambio in eine Geisterstadt verwandelt, nachdem die Einwohner vor den heftigen Gefechten zwischen den Anhängern von Salva Kiir und einer lokalen Miliz gekommen war (vgl. Fides 10/12/2015).
Die einheimischen Behörden appellieren unterdessen an die Einwohner mit der Bitte um die Rückkehr in die Stadt und erklären, dass sich die Sicherheitsbedingungen wieder verbessert haben. Doch nicht zuletzt auch der Anstieg der Lebensmittelpreise hält die Vertriebenen von einer Rückkehr nach Yambio ab.
Trotz der Unterzeichnung von Friedensvereinberungen im vergangenen August bleibt die Lage in verschiedenen Teilen des Südsudan weiterhin instabil.
Der im Dezember 2013 ausgebrochene Konflikt führte bis heute zur Flucht von übeer 2,3 Millionen Menschen. Insgesamt 650.000 flohen ins ausland, 1,65 Millionen leben als Binnenflüchtlinge im Land. (L.M.) (Fides 12/1/2016)


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