OZEANIEN/PAPUA NEU GUINEA - Unterernährung ist eine “stille Notlage”

Dienstag, 12 Januar 2016

TANAKA Juuyoh

Port Moresby (Fides) – Auf den Hochebenen im Inneren der Pazifikinsel Papua Neu Guinea mit ihren 7,3 Millionen Einwohnern, leisten Bauern in der Wildnis harte Arbeit unter einfachsten Bedingungen und ohne medizinische Versorgung mit schwerwiegenden Auswirkungen auf ihre Gesundheit. Über 80% der Bevölkerung widmet sich der Landwirtschaft für die Selbstversorgung und gemeinschaftliche Gemüsegärten kennzeichnen die Landschaft; doch vor allem unter Kindern ist in dieser Region die Unterernährung weit verbreitet. Im Jahr 2014 hat das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF auf dieses Gesundheitsproblem hingewiesen und es als eine “stille Notlage“ bezeichnet. Dabei handelt es sich nicht um unzureichende Mengen von Lebensmitteln sondern das fehlende Wissen der Mütter über eine gesunde Ernährung während der Schwangerschaft und während der Stillzeit. Im ersten Monat stillen noch 80% der Mütter, während es im sechsten Monat nur noch 20% tun. Unternernährung entsteht, wenn nicht die notwendigen Lebensmittel aufgenommen werden und dadurch der Organismus beeinträchtigt wird. Die Folgen sind Unterernährung, Wachstumsverzögerung, Muskelschwund, Konzentrationsschwierigkeiten und Anfälligkeit für Krankheiten, wie Lungenentzündung und Durchfall, die bei Kindern im Alter unter fünf Jahren oft zum Tod führen.
Deshalb fordert der Ärzteverband des Landes die Förderung der Gesundheitsversorgung in ländlichen Gebieten. Es gibt nur 0,5 Ärtzte je 10.000 Einwohner, davon arbeiten 80% in den Städten. (AP) (Fides 12/1/2016)


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