VATIKAN - Kirchenvertreter aus fünf Kontinenten appellieren an COP21: “Bekämpfung des Klimawandels muss Rechte der Armen respektieren”

Mittwoch, 28 Oktober 2015 umwelt  

Vatikanstadt (Fides) – Das Phänomen des Klimawandels ist eng mit den Themen der sozialen Gerechtigkeit und der Armutsbekämpfung verbunden, weshalb die Kriterien für “Wachstum“ und „Fortschritt” neue definiert werden müssen, damit der Lebensstil so verändert wird, dass er der Umwelt nicht schadet und die Rechte der Armen garantiert. Dies fordern Kardinäle, Bischöfe, und Patriarchen aus Afrika, Amerika, Asien, Europa und Ozeanien in einem gemeinsamen Appell an die Teilnehmer des Weltklimagipfels “COP21” (Paris, 30- November bis 11. Dezember).
In ihrem Dokument nennen die Kirchenvertreter aus allen Kontinenten zehn Punkte, die respektiert werden sollen, damit der Umweltschutz die Voraussetzungen für ein würdiges Leben der Armen schafft. Wie zum Beispiel: Berücksichtigung der moralischen Aspekte des globalen Temperaturanstiegs; Definition von Umwelt und Atmosphäre als gemeinsame Güter aller Menschen; Förderung eines verpflichtenden globalen Abkommens zum Schutz der Umwelt unter Garantie der Menschenrechte und der Rechte von indigenen Völkern, Frauen, Jugendlichen und Arbeitnehmer; Reduzierung des globalen Temperaturanstiegs und vollständige Eliminierung von Treibhausgasen zum Schutz bedrohter Gemeinschaften, wie zum Beispiel der Pazifikinseln und der Küstenregionen; Beteiligung der Armen an Entscheidungsprozessen. (L.M.) (Fides 28/10/2015)


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