AMERIKA/KUBA - “Missionshäuser”: Raum für die Gemeindepflege und Stärke der kubanischen Kirche

Dienstag, 22 September 2015


Holguin (Agenzia Fides) – Papst Franziskus würdigte in seiner Predigt bei der Eucharistiefeier auf der Plaza de la Revolucion in Holguín, der zweiten Etappe seines Pastoralbesuchs auf Kuba, die besondere Rolle der sogenannten “Missionshäuser” bei der Verkündigung des Evangeliums
„Ich weiß, unter wieviel Anstrengung und Opfer die Kirche in Kuba arbeitet, um allen, auch in den am weitesten abgelegenen Orten, das Wort und die Gegenwart Christi zu bringen“, so der Papst zu den auf der Plaza de la Revolucion Calixto Garcia Iniguez versammelten Gläubigen, „Eine besondere Erwähnung verdienen die sogenannten „Missionshäuser“, die angesichts des Mangels an Kirchen und Priestern vielen Menschen einen Raum bieten, wo sie beten, das Wort Gottes hören, Katechese halten, ein Gemeindeleben pflegen können“, so der Papst, „Es sind kleine Zeichen der Gegenwart Gottes in unseren Stadtvierteln und eine tägliche Hilfe, um die Worte des Apostels Paulus lebendig werden zu lassen: »Ich … ermahne euch, ein Leben zu führen, das des Rufes würdig ist, der an euch erging“
Derzeit gibt es in der Diözese Holguin insgesamt 70 solcher Häuser, sowie 32 Pfarreien und 18 Kultstätten. Die “Missionshäuser” wurden in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts gegründet und wurden von den kubanischen Behörden nie verboten. Im ganzen Land gibt es rund 2.330 Missionshäuser, in denen Taufen gefeiert werden, wo sich katholische Gemeinden versammeln und regelmäßig Gottesdienste stattfinden. Aus diesem Grund werden sie von der Kubanischen Bischofskonferenz auch als „eine der Stärken der katholischen Kirche” betrachtet.
Bischof Emilio Aranguren Echeverría von Holguin bedankte sich in seinem Grußwort an den Papst für dessen Präsenz und betonte, dass sein Besuch die Ortskirche dazu verpflichtet “sich für die Förderung einer Pastoral der Begegnung zu engagieren". (CE) (Fides, 22/09/2015)


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