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Wissenschaft und Medizin

2003-09-12

EUROPA - SATELLITEN SOLLEN BEI DER BEKÄMPFUNG VON EBOLA UND MALARIA ZUR ERKENNUNG VON EPIDEMIE-HERDEN BEITRAGEN

Rom (Fidesdienst) – Im Kampf der wissenschaftlichen Forschung gegen das Ebola-Virus sollten zukünftig auch Satelliten zum Einsatz kommen. Im Rahmen eines von der Europäischen Weltraumforschungsagentur (European Space Agency, ESA) durchgeführten Projekts namens „Epidemio“ sollen Satelitten zur Früherkennung und zur Bekämpfung von Epidemieherden und damit zur Erforschung des Ursprungs des tödlichen Virus beitragen. Die Infektionskrankheit Ebola fordert jedes Jahr zahlreiche Opfer in den Ländern Zentralafrikas. Immer noch unbekannt ist der Träger des Ebola-Virus, das beim Menschen innere und äußere Blutungen verursacht. Deshalb sollen nach Angaben der ESA „zur Unterstützung der Forschungsarbeiten mit Hilfe von Satelliten detaillierte Karten zur Vegetation im Kongo und in Gabon hergestellt werden, die zur Identifizierung der ökologischen Eigenschaften der Epidemie-Herde beitragen können“. „Wir hoffen, dass gemeinsame besondere ökologische Eigenschaften in den verschiedenen Regionen identifiziert werden können, in denen Menschen und Tiere an Ebola gestorben sind“, so die ESA. Durch den Vergleich mit den Daten aus den infektions-gefährdeten Gebieten sollen neue mögliche Epidemie-Herde erkannt werden. Die Erhebung von Daten mit Hilfe von Satelliten soll jedoch nicht nur im Kampf gegen Ebola eingesetzt werden. Satelliten-Karten sollen auch Vorhersagen im Zusammenhant mit den von Stechmücken übertragenen Malaria-Epidemien ermöglichen, von denen jährlich 300 Millionen Menschen auf der ganzen Welt betroffen sind und die jedes Jahr 1,5 Millionen Todesopfer fordern. Hohe Luftfeuchtigkeit und starke Regenfälle gehören zu den Vorzeichen einer Malaria-Epidemie, da sie die Fortpflanzung der Stechmücken begünstigen. Anhand entsprechender Daten sollen vorbeugende Maßnahmen zur Vermehrung der Stechmücken getroffen werden können. Die Satellitenbilder werden auch vom Public Health Mapping-Programm der Weltgesundheitsorganisation (WHO) genutzt werden. (AP) (Fidesdienst, 12/9/2003 – Zeilen, Worte)

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