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Africa

2003-09-11

AFRIKA/COTE D’IVOIRE - VIEL FREUDE ÜBER DIE ÖFFNUNG DER GRENZE ZWISCHEN COTE D'IVOIRE UND BURKINA FASO

Abidjan (Fidesdienst) – „Wir waren bei der Öffnung der Grenzen zwischen Cote d’Ivoire (Elfenbeinküste) und Burkina Faso anwesend und konnten mit eigenen Augen die Freude der Menschen auf beiden Seiten der Grenze sehen“, so im Norden von Cote d’Ivoire tätige Missionare des Päpstlichen Instituts für die Außenmission (PIME) gegenüber dem Fidesdienst. „Um 14.30 Ortszeit hat die Grenzpolizei die Grenzen geöffnet, die gleich danach von vielen Menschen in beiden Richtungen zu Fuß überquert wurde“, so die Missionare weiter. „Die Freude der Menschen ist verständlich. Die Wiederherstellung der Handelsbeziehungen zwischen Burkina Faso und Cote d’Ivoire spielt eine lebenswichtige Rolle für die Wirtschaft in beiden Ländern“, erklären die Missionare des PIME. Cote d’Ivoire verdient viel Geld mit den Zöllen für Waren, die nach Burkina ausgeführt oder von dort eingeführt werden, während für Burkina für den Handel mit dem Rest der Welt auf die Häfen Cote d’Ivoires angewiesen ist. In den vergangenen Monaten wurden die Häfen in Ghana, Togo und Benin benutzt, was jedoch höhere Transportkosten verursacht, was die gegenwärtige bereits schlechte Wirtschaftslage zusätzlich belastete.
Außerdem leben in Cote d’Ivoire etwa 3 Millionen Menschen, die aus Burkina Faso stammen und die größtenteils in den Kakaoplantagen beschäftigt sind. Diese Menschen konnten während der vergangenen Monate ihre Angehörigen und Freunde in der Heimat nicht besuchen.
Nach der Wiedereröffnung der Grenzen sollen bald auch die Zugverbindungen zwischen den Hauptstädten Abidjan und Ouagadougou wiederhergestellt werden.
Die Grenze zwischen den beiden Ländern war im September letzten Jahres geschlossen worden, als nach einem gescheiterten Putschversuch in Cote d’Ivoire ein Bürgerkrieg ausgebrochen war. Die Rebellenbewegung MPCI (Volksbewegung in Cote d’Ivoire), übernahm bald danach die Kontrolle in den nördlichen Teilen des Landes an der Grenze zu Burkina Faso. Die Regierung von Cote d’Ivoire vermutete, dass die Rebellen der MPCI Burkina Faso unterstützt wurden, was zu Spannungen zwischen den beiden Ländern geführt hatte, die nun mit der Wiedereröffnung der Grenzen beigelegt zu sein scheinen. (LM) (Fidesdienst, 11/9/2003 – 29 Zeilen, 323 Worte)

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