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Asia

2003-09-02

ASIEN/INDIEN - EIN KINDERHEIM DER JESUITEN GIBT DEN WAISEN UND STRASSENKINDERN IN BOMBAY NEUE HOFFNUNG



Bombay (Fidesdienst) – „Shnehasadan“, was so viel bedeutet wie „Haus, in dem man dich liebt“ heißt ein Wohnheim für Kinder, das seit über 40 Jahren den Waisen und Straßenkindern in Bombay, der Hauptstadt des indischen Unionsstaates Mahrastra mit über 14 Millionen Einwohnern, Hoffnung und Lebensfreude schenken will.
Auf den Straßen der indischen Metropole leben insgesamt über 100.000 Straßenkinder, deren Zahl in ganz Indien bei insgesamt rund 18 Millionen liegt. Zur Lösung dieses Problems möchten die Jesuiten in Bombay mit ihrem Wohnheim betragen: Kinder, die von den Jesuitenpatres betreut werden, sollen vor Drogen und Kriminalität bewahrt werden. Außerdem will man die Wiedereingliederung dieser Kinder in die Gesellschaft ermöglichen, deshalb versuchen die Patres unter anderem auch Familien zu finden, die bereit sind, diese Kinder zu adoptieren. Der Leiter des Kinderheims, Pater Placido Fonseca, erklärt gegenüber dem Fidesdienst: „Viele betrachten Kinder als Instrumente, die benutzt werden können, oder als billige Arbeitskraft, die ausgebeutet werden kann. Ich selbst erkenne jeden Tag aufs neue das Schöne, die Möglichkeiten und die Geheimnisse, die jedes dieser Kinder in sich birgt. Deshalb versuchen wir den Kinder ihre Identität und ihr Selbstbewusstsein zurückzugeben und ihr leben für immer zu ändern“.
Oft leben die Kinder auf der Straße, nachdem ihre Eltern gestorben sind oder weil sie von Eltern verstoßen wurden, die nicht für sie aufkommen können. Ohne Eltern, Verwandte und finanzielle Mittel können die Kinder nur vom Betteln leben. Oft werden sie auch für kriminelle Zwecke angeheuert.
Vollzugsanstalten, Prostitution, Sklaventum, Gewalt und Tod warten auf den Straßen auf diese Kinder. Rund eine Million Kinder werden auf der ganzen Welt zu sexuellen Geschäften missbraucht. „Das Schlimmste, was diesen Kindern angetan werden kann, ist die Gleichgültigkeit. Wir sollten uns stets daran erinnern, dass kein Kind sich aus freiem Willen für die Straße entscheidet!“, betont Pater Fonseca. Deshalb versucht das „Snehasadan“-Heim durch Liebe und Solidarität hunderten von Kindern die eigene Kindheit zurückzugeben und ihnen Hoffnung für die Zukunft zu machen. (PA) (Fidesdienst, 2/9/2003 – 31 Zeilen, 331 Worte)

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