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Missionsgebetsmeinung

2005-05-31

Juni 2005: „Dass das Sakrament der Eucharistie immer mehr als das Herz des Lebens der Kirche erfahren wird“ Kommentar zur Missionsgebetsmeinung von Kardinal Telesphore P. Toppo, Erzbischof von Ranchi (Indien)

Vatikanstadt (Fidesdienst) - Im Mittelpunkt der Missionsgebetsmeinung für diesen Monat steht die Eucharistie. Niemand kann ignorieren, dass die Eucharistie das Augemerk der Kirche ganz offensichtlich in Anspruch nimmt, seit beim Zweiten Vatikanischen Konzil am 4. Dezember 1963 die Konstitution „Sacrosanctum Concilium“ über die heilige Liturgie veröffentlicht wurde. Im Mittelpunkt der gesamten Lehren des Konzils steht das heilige Geheimnis der Eucharistie.
Im Jahr 1964 besuchte Papst Paul VI. Indien anlässlich des Eucharistischen Weltkongresses in Bombay. Am 3. September 1965 veröffentlichte er seine Eucharistie „Mysterium Fidei“. Seit Beginn seines Pontifikats schrieb Papst Johannes Paul II. jedes Jahr am Gründonnerstag einen Brief an die Priester, die bei der Eucharistie „in der Person“ Christi handeln. Am 24. Februar 1980 veröffentlichte er sein Apostolisches Schreiben „Dominicae Coenae“, in dem er „einige Aspekte des eucharistischen Geheimnisses und dessen Bedeutung für das Leben seiner Diener“ erläuterte. Im Jahr 1998 schrieb er ein weiteres Apostolisches Schreiben „Dies Domini“, in dem er die grundlegende Bedeutung betonte, die der Tag des Herrn für die Kirche und für die einzelnen Gläubigen hat. Diese Konzepte wurden ein weiteres Mal in dem Apostolischen Schreiben „Novo Millennio Ineunte“ aus dem Jahr 2001 hervorgehoben.
Im Jahr 2003 wurde schließlich die Enzyklika „Ecclesia de Eucharistia“ veröffentlicht. Am 4. Dezember 2003, dem 40. Jahrestag der Veröffentlichung der Konzilskonstitution „Sacrodanctum Concilium“, wurde die Kirche im Apostolischen Schreiben „Spiritus et Sponsa“ aufgerufen, eine „liturgische Spiritualität“ zu entwickeln. Am 25. März 2004 folgte die Instruktion „Redemptionis Sacramentum“. Als nächstes schrieb der Papst das Apostolische Schreiben „Mane nubiscum Domine“ für das Jahr der Eucharistie, das mit dem Eucharistischen Weltkongress in Guadalajara (Mexiko) am 17. Oktober 2004 begann und am 29. Oktober 2005 mit der XI. Ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode zum Thema „Die Eucharistie, Quelle und Zentrum der Sendung der Kirche“ zu Ende gehen wird. Dabei wurden auch besondere Bedingungen für die Erteilung des vollkommenen Ablass festgelegt.
Dies ist für uns Ansporn uns dem Heiligen Vater in seinem Gebet während des Monats Juli anzuschließen, damit das Sakrament der Eucharistie immer mehr als Herz des Lebens der Kirche erfahren wird.
Alle Gläubigen sollten sich zunehmend bewusst werden, dass das Geheimnis des Todes und der Auferstehung Jesu, der uns durch die Hingabe seines Lebens das Heil bringt, auch heute noch ununterbrochen und überall auf der Welt gegenwärtig ist, und wir damit Gelegenheit haben, uns ihm anzuschließen. Dies ist das einzige Geheimnis, das jeden Einzelnen, jede Familie, jede Gemeinde und jedes Volk bereichert, damit diese die Fülle des Lebens haben. Natürlich erfordert dies die aktive Teilnahme an der Eucharistiefeier und die Annahme des heiligen Geistes. Wir brauchen das Feuer der Liebe, das in uns brennt, denn wenn dies nicht geschieht, erlischt das Feuer.
Wir wissen, dass die lebendige und belebende Gegenwart des ununterbrochenen Pulsschlags des Herzen Christi, die Quelle unseres Heils ist. Und dass es auf wunderbare Weise einen Weg gefunden hat, stets bei uns zu sein. Denn er ist wirklich Immanuel, „Gott mit uns“. Deshalb beten wir in an. Wir beten und meditieren über alles, was über ihn in der Schrift zu lesen ist. Das Herz Jesu, das Leben, die Wahrheit und das Leben, die kirchliche Gemeinschaft, wird damit wirken, wie das Salz der Erde und der Sauerteig und wie das Licht der Welt. (Kardinal Telesphore P. Toppo) (Fidesdienst, 31/05/2005 - 46 Zeilen, 563 Worte)

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