EUROPA/SPANIEN - Flüchtlingskinder sollen “Spielen, ohne das eigene Leben aufs Spiel zu setzen”

Samstag, 20 Juni 2015

Madrid (Fides) – Am heutigen 20. Juni weist der Weltflüchtlingstag auf das immer allarmierender werdende Phänomen der Migration hin. Die Zahl der Flüchtlinge steigt weltweit und besonders betroffen sind Kinder (vgl. Fides 19/06/2015). Allein im Südsudan kamen zum Beispiel eine Million Kindern in Flüchtlingscamps auf die Welt, wo sie ihrer Kindheit beraubt werden.
Zu den verschiedenen Initiativen die zum Weltflüchtlingstag auf den Weg gebracht gehört auch die Kampagne: “Spielen, ohne das eigene Leben aufs Spiel zu setzen”, die von der spanischen Nichtregierungsorganisation der Jesuiten „Entreculturas“ veranstaltet wird und für Bildung, Stabilität und Hoffnung von Kindern und Jugendlichen in Not eintritt. In Ländern, in denen Konflikte herrschen, spielt die Bildung eine wichtige Rolle für die Förderung einer Kultur des Friedens durch die Vermittlung der Werte der Toleranz und des friedlichen Zusammenlebens. In den arabischen Staaten haben über 87% der Flüchtlingskinder keinen Zugang zum Schulwesen. Von den fast fünf Millionen syrischen Kindern im Schulalter besuchen rund zwei Millionen keine Schule.
Im Kontext der allgemeinen Gewalt sind schulische Infrastrukturen oft zerstört oder es fehlt an personellen Ressourcen. In vielen Ländern gefährdet der Schulbesuch das Leben der Kinder. In den vergangenen zehn Jahren nahm auch die Gewalt gegen Schulen, Schüler und Lehrer zu. Entreculturas will das Recht der Kinder und Jugendlichen auf freies Spielen und Lernen schützen, ohne dass sie dabei das eigene Leben aufs Spiel setzen. (AP) (Fides 20/6/2015)


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