EUROPA/SPANIEN - Nichtregierungsorganisationen fordern von der EU “verpflichtende Gesetze” zum Abbau von Mineralien in Konfliktgebieten

Mittwoch, 13 Mai 2015

Madrid (Fides) – Über 40 Organisationen, darunter auch das Hilfswerk der spanischen Jesuiten ALBOAN, unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung, in der sie die "geringen und unzureichenden Auswirkungen“ der europäischen Gesetze im Hinblick auf den Abbau von Mineralien in Konflikt gebieten kritisieren. Die bisherigen Gesetze seien nicht ausreichend um einen „verantwortungsbewussten“ Handel mit solchen Mineralien zu fördern. Es handle sich nur um Empfehlungen und „ein Ende der Geschäfte mit diesen Mineralien, aus denen sich bewaffnete Gruppen finanzieren ist nicht garantiert“.
Mit den bisherigen Bestimmungen zum Abbau von Zinn, Tantal, Wolfram und Gold und dem Handel mit diesen Mineralien durch europäische Unternehmen habe die Europäische Union die Gelegenheit nicht genutzt, „strenge Gesetze zu verabschieden, die für die Unternehmen verpflichtend sind“.
Nach Angaben der Nichtregierungsorganisationen sind rund 40% der Konflikte in den vergangenen 60 Jahren auf unterschiedliche Art und Weise in Verbindung mit dem Zugang zu Bodenschätzen. Solche Konflikte führten auch zu Menschenrechtsverstößen und einer Zunahme der Armut. Die gemeinsame Petition der Organisationen soll am 18. Mai 2015 dem Europäischen Parlament vorgelegt werden. An diesem Tag sollen die umstrittenen Bestimmungen verabschiedet werden. (CE) (Fides, 13/05/2015)


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