EUROPA/SPANEIN - UNHCR: 2014 stieg allein in Spanien die Zahl der Asylanträge um über ein Drittel

Dienstag, 31 März 2015

Madrid (Fides) – Die Kriege in Syrien und im Irak, sowie Menschenrechtsverstöße und eine Verschlechterung der humanitären Lage und der Sicherheitsbedingungen in vielen anderen Ländern führten im Jahr 2014 zu einem Anstieg der Asylanträge in Industrieländern, die damit einen Rekordwert in den vergangenen 22 Jahren erreichen. Dies geht aus einem vor Kurzem veröffentlichten Bericht des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen hervor (UNHCR).
Der Bericht mit dem Titel "Asylum Trends 2014" dokumentiert insgesamt 866.000 neue Anträge auf Asyl in den Industrieländern, 45% mehr als im Vergleich zum Vorjahr 2013, während 596.600 Anträge gestellt wurden. Die Zahlen der Anträge im Jahr 2014 sind höher als 1992 zu Beginn des Kriegs in Bosnien-Herzegowina.
Die meisten Anträge wurden von syrischen Flüchtlingen gestellt, insgesamt 150.000. Die Zahl der Anträge irakischer Flüchtlinge liegt bei 68.700, fast doppelt so viel als im Vorjahr 2013. Afghanische Flüchtlinge stehen mit fast 60.000 Anträgen an dritter Stelle, gefolgt von Serbe und Eriträrern Eritrea.
Die meisten Anträge wurden in Deutschland gestellt (173.000), gefolgt von den USA (121.200), der Türkei (87.800), Schweden (75.100) und Italien (63.700).
In Spanien wurden 2014 allein 5.941 Anträge gestellt, d.h. ein Anstieg um insgesamt 31,7% im Vergleich zu 2013. Die Antragsteller kamen aus Syrien (1.680) und der Ukraine (942), gefolgt von Mali (620), Algerien (309) und Palästina (209). (CE) (Fides, 31/03/2015)


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