EUROPA/SPANIEN - Caritas: „Ein Arbeitsplatz ist nicht automatisch ein Ausweg aus der sozialen Exklusion“

Montag, 2 März 2015

Cadiz (Fides) – Rund 24% der Bevölkerung der südspanischen Provinz Cadiz (297.000 Personen) leben am Rande der Gesellschaft. Ingesamt sind über 100.000 Familien betroffen, von denen 42.000 in extremer Armut leben. Der Anteil der Menschen, die die soziale Exklusion riskieren ist in ganz Andalusien und auch in anderen Teilen Spaniens ähnlich hoch, doch in Cadiz kommt hinzu, dass in 80% der Familien mindestens ein Mitglied aus Arbeitsgründen an einem anderen Ort lebt (in Spanien oder im Ausland). In anderen Teilen Spaniens ist dies durchschnittlich nur bei einem Drittel der Familien der Fall.
Diese Daten legte der Vorsitzende der Caritasstelle der Diözese Cadiz, Bischof Rafael Zornoza Boy vor: es handelt sich dabei um die Ergebnisse einer zweijährigen Studie. Ein Mitarbeiter der Caritasstelle erklärte bei der Präsentation: “Für viele Familien führt Arbeitslosigkeit zu Armut und sozialem Ausschluss, doch ein Arbeitsplatz ist nicht automatisch ein Ausweg aus der sozialen Exklusion, wenn das Gehalt nicht ausreicht um ein Mindestniveau an Lebensqualität zu garantieren". (CE) (Fides, 02/03/2015)


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