EUROPA/SPANIEN - “Die Art und Weise, wie wir heute mit Zuwandern umgehen, wird Spuren in unserer Geschichte hinterlassen”

Freitag, 13 Februar 2015

Ceuta (Fides) – “Zusammen mit der katholischen Kirche von Tanger fordern wir im Namen der Gerechtigkeit die Achtung der Rechte aller, die als illegal gelten weil sie keine Dokumente besitzen. Migranten sind frei und gleichberechtigt mit uns, was Würde und Rechte anbelangt (...). Diese unsere Brüder und Schwestern haben ein Recht auf Leben und die Gesetze, zwingen sie dazu dieses aufs Spiel zu setzen, wenn sie sich auf die Suche nach einer besseren Zukunft begeben“, so die Diözese Cadiz y Ceuta (Spanien) in einem Dokument zur Situation an der spanischen Grenze zu Marokko.
"Wir prangern die juridischen Abartigkeit des neuen vom spanischen Kongress gebilligten Sicherheitsgesetzes an, das eine ‘sofortige Ausweisung’ der Zuwanderer ermöglicht, die über die Grenze in Ceuta e Melilla auf illegale Weise einreisen; das Gesetz diskriminiert Menschen und schließt den Schutz von all jenen Zuwanderern aus, die sich in besonderer Gefahr befinden", heißt es in dem Dokument.
"Das neue Gesetz verstößt gegen die Gleichheit der Menschen und verweigert Migranten das Recht auf eine öffentliche Anhörung vor einem Gericht...Die Gesetze eines Volkes sind das Maß seiner Menschlichkeit. Die Art und Weise, wie wir Zuwanderer heute behandeln, das mag gefallen oder nicht, wird in unserer Geschichte Spuren hinterlassen", so die spanische Diözese.
"Im Namen der Migranten aus Diözese Tanger bitten wir das spanische Volk darum, die eigene Geschichte nicht mit dem verheerenden Leid Tausender Unschuldiger zu beschmutzen".
Nach Angaben des Menschenrechtsvereins “Andalucia” kamen 2014 insgesamt 11.146 Menschen über die südliche Grenze nach Spanien, 3.596 mehr als im Vorjahr 2013. Über 20.000 Menschen versuchten den Grenzzaun in Ceuta e Melilla zu überqueren, doch nur 2.300 ist es gelungen. (CE) (Fides, 13/02/2015)


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