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2014-07-28

AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - Kinder müssen gegen Masern geimpft werden: die Krankheit kann bei Kindern tödlich verlaufen

Kinshasa (Fides) – Vor kurzem konnte eine Impfkampagne gegen Masern in den vier Verwaltungsdistrikten Lumbishi, Numbi, Tushunguti und Shanje und in den umliegenden Bergdörfern auf dem Hauts Plateaux im Osten der Demokratischen Republik Kongo beendet werden. Im Rahmen der von dem ärztlichen Hilfswerk „Ärzte ohne Grenzen“ in der Provinz Südkivu durchgeführten Kampagne wurden insgesamt 38.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 Monaten bis 15 Jahre geimpft. Eine ähnliche Kampagne findet derzeit im Distrikt Kalonge statt. Die Dörfer können oft nur zu Fuß oder auf dem Motorrad erreicht werden, was die notwendige Kühlung der Impfstoffe erschwert. Zudem behindern auch Konflikte zwischen bewaffneten Gruppen den Zugang zu entlegenen Gegenden. Fast zwei Drittel der geimpften Kinder (23.257 von 37.852) sind Kinder im Alter unter fünf Jahren. Fast 15.000 Kinder wurde auch der Untersuchung “Middle Upper Arm Circumference (MUAC)” unterzogen, bei der durch den Umfang des Oberarms eine eventuelle Unterernährung festgestellt werd: rund 500 der untersuchten Kinder leiden an Unterernährung. In der Region Kalonge (Südkivu) will “Ärzte ohne Grenzen” in den kommenden zwei Wochen insgesamt 65.000 Impfungen durchführen. Ende 2012 waren sich über 700 Kinder im Distrikt Bunyakiri bei Minova an Masern erkrankt. Bei Kindern kann die Krankheit auch tödlich verlaufen, wenn sie nicht umgehend behandelt wird. Eine Impfung verhindert die Ansteckung. Die äußerst ansteckende Krankheit kann zu zahlreichen Komplikationen führen: darunter Lungenentzündung, Unterernährung, massiver Flüssigkeitsverlust, Ohrenentzündung und Augeninfektionen bis zur Erblindung. Aus einer Untersuchung des Forschungszentrums “Epicentre” des ärztlichen Hilfswerks geht hervor, dass zwischen 2010 und 2013 insgesamt 300.000 Krankheitsfälle diagnostiziert wurden, davon zwei Drittel ei Kindern im Alter unter fünf Jahren. Bei über 5.000 Kindern (1,7%) verlief die Krankheit tödlich. (AP) (Fides 28/7/2014)

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