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2014-07-25

ASIEN/IRAK – Kurdischer Anführer Barzani und Oberhäupte der Kirchen: “Wir leben oder sterben gemeinsam”

Erbil (Fides) - “Wir werden alle gemeinsam sterben, oder wir werden weiterhin alle gemeinsam würdig leben.” So die Aussage, die der kurdische Anführer Masud Barzani, Präsident der unabhängigen Region des irakischen Kurdistan, an den chaldäischen Patriarchen von Babylon, Louis Raphael I Sako, und an die Vertreter der Kirchen im Nordirak richtete bei dem Treffen, das er am vergangenen Mittwoch mit ihnen in Erbil abhielt. Das bestätigten Quellen der syrisch-katholischen Kirche gegenüber Fides.
Bei der Zusammenkunft wiederholte Präsident Barzani, dass die Christen, die durch den Druck der Streitkräfte des selbsternannten “Islamischen Kalifats” dazu gezwungen wurden, Mossul zu verlassen, keinesfalls darüber nachdenken sollten, ins Ausland auszuwandern, weil die autonome Region Kurdistans bereit sei, sie aufzunehmen und den Flüchtlingen zu helfen und “ihre Leben und ihre Ländereien” gegen jene zu beschützen, die als “Terroristen” bezeichnet würden.
In einem Aufruf über die Ereignisse in Mossul, der am vergangenen Dienstag, dem 22. Juli, bekannt gemacht wurde, sprachen Patriarch Raphael I und die Bischöfe der christlichen Kirchen im Nordirak ein ausführliches Lob aus, für die Rolle, die die unabhängige Region des irakischen Kurdistan eingenommen hatte, und erkannten deren sofortige Verfügbarkeit hoch an, „die vertriebenen Familien aufzunehmen, sie zu umarmen und ihnen zu helfen“. „Wir“, erklärten die Oberhäupte der Kirche im Nordirak, „schlagen die Bildung eines Komitees vor, das sich aus der regionalen Regierung und den Vertretern unseres Volkes zusammensetzt, um den Leiden der Flüchtlingsfamilien entgegenzutreten und ihre Bedingungen zu verbessern.”
“Die Christen im Irak”, versicherte der syrisch-katholische Priester Nizar Semaan gegenüber Fides, “wollen mit allen in Frieden leben. Und si schätzen die einstimmige Verurteilung der Vertreibung der Christen aus Mossul von Seiten sunnitischer, schiitischer und kurdischer Sprecher in den verschiedenen Gebieten des Landes.” (GV) (Fides 25/7/2014).

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