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2014-07-24

AMERIKA/VEREINIGTE STAATEN – “Wenn eine humanitäre Krise vorliegt, bedarf es humanitärer Maßnahmen” – so der Bischof von Brownsville im Zusammenhang mit den an der Grenze angehaltenen Minderjährigen

Brownsville (Fides) – Die Situation der zentralamerikanischen Kinder und Jugendlichen, die in Texas, an der Grenze der Vereinigten Staaten zu Mexiko, angehalten worden sind, stellt sich weiterhin als eine wahrhaftige humanitäre Krise dar (siehe Fides 24/06/2014 und 28/06/2014). Der Bischof von Brownsville, Seine Exzellenz Mons. Daniel Ernest Flores, besuchte gemeinsam mit einer Gruppe reigiöser Leitfiguren der Convención de Bautistas del Sur die verschiedenen Einrichtungen, die die festgehaltenen Minderjährigen beherbergen.
In der Fides zugesendeten Meldung betont Mons. Flores, dass es, um dieser humanitären Krise entgegen zu treten, wichtig sei, dass die religiösen Oberhäupte mit ihren eigenen Augen die Einrichtungen sehen, in denen die alleinreisenden Kinder untergebracht sind und dabei darauf Aufmerksam werden, wie die Regierung versucht, wenn auch nur vorübergehend, diesen verletzlichen Teil der Bevölkerung zu beherbergen. “Die Verantwortlichen der Regierung müssen einen Weg finden, um in der Situation dieser Flüchtlinge Abhilfe zu schaffen”, bekräftigte der Bischof. „Vor allem weil wir Kinder und Mütter vor uns haben, die gewaltig leiden. Jede Maßnahme der Regierung, auf Bundes- und staatlicher Ebene, sollte sich darauf konzentrieren."
Mons. Flores wiederholt daraufhin, dass die Kirche das aktuelle Gesetz gut heiße, das vorsieht, diesen Menschen Asyl zu gewähren, und ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Anliegen vor Gericht geltend zu machen. "Die Kirche wird immer versuchen, dafür zu sorgen, dass die Menschenrechte gewahrt werden, speziell in diesem Fall, wo es um den Schutz dieser Menschen geht”, fuhr der Bischof fort und betonte, dass „wenn eine humanitäre Krise vorliegt, eine humanitäre Antwort darauf gegeben werden muss.“ Er bemerkte außerdem, dass die Einwanderungsbehörden der Regierung und die Polizei die Flüchtlinge, die Asyl beantragen, mit Respekt, Gerechtigkeit, Einfühlsamkeit und unter voller Berücksichtigung ihrer Rechte auf einen fairen Prozess behandeln sollten.
Die Mitteilung schließt ab mit der Information, dass die Gruppe der Geistlichen, die die Einrichtungen besucht haben, in denen die festgenommenen jungen Menschen untergebracht sind, einen Brief an den Kongress geschickt hat, in dem sie ihre Besorgnis über die aktuellen Bedingungen der Kinder und darüber, wie sie betreut werden, ausdrückt und darum bittet, ausreichende Mittel zur Verfügung zu stellen, um den Minderjährigen zu ermöglichen, auf würdige Weise die momentane Situation zu überstehen. (CE) (Fides, 24/07/2014)

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