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2014-07-18

ASIEN/HEILIGES LAND – Israelische Armee rückt in den Gazastreifen ein. Botschaft des Papstes an die lokale katholische Gemeinschaft

Gaza (Fides) – Die Bodenoffensive der israelischen Streitkräfte im Gazastreifen, die auf das nördliche Gebiet des Streifens konzentriert war, wurde die ganze letzte Nacht über von stärker werdenden Luft- und Seeangriffen auch auf Gaza Stadt begleitet. Die kleine katholische Gemeinde der Stadt, die der Heiligen Familie geweiht ist, ist gänzlich in einer humanitären Notlage versunken, die durch die Militäroffensiven entstanden ist. Der Gemeindepfarrer Jorge Hernandez, ein argentinischer Missionar des Institutes des Fleischgewordenen Wortes, hat in den Räumlichkeiten der Schule zahlreiche Gruppen von geflüchteten Familien aufgenommen, deren Häuser in den unter Beschuss geratenen Gebieten liegen, und seit heute Morgen ist er auf der Suche nach Wasser und Lebensmitteln für die Vertriebenen.
“Ich habe mit den Familien der Pfarrgemeinde gesprochen”, berichtete Schwester Laudis, die ebenfalls Ordensangehörige des Instituts des Fleischgewordenen Wortes ist und sich momentan in Beit Jala aufhält, nachdem sie den Gazastreifen verlassen hat, an Fides. “Alle haben mir gesagt, dass sie kein Auge zu getan hätten, die ganze Nacht lang, auf Grund der Bombenangriffe. Die Häuser wackelten und die Kinder weinten”.
In diesem dramatischen Moment ließ Papst Franziskus der kleinen katholischen Gemeinde Gazas und ihrem Pfarrer eine kurze Botschaft zukommen, um seiner Nähe zu ihnen Ausdruck zu verleihen. “Ich stehe euch bei, den Schwestern und der gesamten katholischen Gemeinschaft. Ich begleite euch in meinen Gebeten und mit meiner Nähe. Jesus möge euch segnen und die Heilige Jungfrau euch behüten”, ist in dem kuzen Text zu lesen, der auf der Internetseite des Instituts des Fleischgewordenen Wortes veröffentlicht wurde. “Schon gestern Abend”, erklärte Schwester Laudis gegenüber Fides, “übersetzte Pater Jorge die Worte ins Arabische, um alle Familien davon Kenntnis nehmen zu lassen. Alle waren bewegt und ermutigt, in der schrecklichen Situation, in der sie momentan leben”. (GV) (Fides 18/7/2014)

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