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2014-07-17

AFRIKA/ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK – Die Gemeinschaft der Bürger stellt ein Schema auf, um das Land aus der Krise zu führen

Bangui (Fides) – Entwaffnung der Milizen; Absendung von Friedenstruppen, die aus Soldaten gebildet werden, die nicht den angrenzenden Staaten angehören; Einrichtungen eines Spezialgerichts für Zentralafrika; Schaffung einer Kommission für “Wahrheit und Wiederversöhnung”; Umbesetzung der aktuellen Regierung; Vorbereitung lokaler und nationaler Wahlen. Das sind die Stichpunkte des Schemas, das die Zentralafrikanische Republik aus der Krise führen soll. Ausgearbeitet wurde es von Vereinigungen der bürgerlichen Gesellschaft und von den „lebenden Kräften“ der Nation, deren Delegierte sich in den vergangenen Tagen in Bangui versammelt hatten. Unter ihnen waren auch Vertreter der Glaubensgemeinschaften des Landes (siehe Fides 11/7/2014).
Aus dem Konzept geht hervor, dass die Entwaffnung der ehemaligen Seleka-Rebellen, der Anti-Balaka-Milizen und all der anderen waffentragenden Gruppierungen im Land oberste Priorität haben muss. Ein anderer wichtiger Gesichtspunkt ist die Entsendung von UN-Truppen ins Land, die sich aus Soldaten zusammensetzen, die nicht den Heeren der angrenzenden Staaten angehören, die mit einigen Kontingenten bereits in Zentralafrika stationiert sind. Laut Aussagen verschiedener zentralafrikanischer Berichterstatter handeln die umliegenden Länder vorwiegend, um eigene Interessen zu verteidigen; beispielsweise, um ihre Grenzen zur zentralafrikanischen Republik zu schützen, und nicht immer sind sie dazu in der Lage, einen entscheidenden Beitrag zur Stabilisierung des Landes zu leisten.
Das Schema sieht außerdem vor, die Verantwortlichen der Verbrechen, die während des Bürgerkriegs begangen worden sind, zu bestrafen. Sie sollen vor ein spezielles Internationales Gericht gestellt werden, das seinen Sitz in Zentralafrika haben soll. Diesem wird eine Kommission für „Wahrheit und Wiederversöhnung“ zuarbeiten, die den Auftrag hat, die Gemüter in der Bevölkerung wieder zu versöhnen. Am Ende ist die Einrichtung eines Fonds vorgesehen, um die Opfer der Gewalt zu entschädigen. (L.M.) (Fides 17/7/2014)

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