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2014-05-15

ASIEN/JORDANIEN - Die Angehörigen des im Irak ermordeten Erzbischofs Rahho schreiben an den Papst mit Blick auf dessen Besuch im Heiligen Land

Amman (Fides) – «Ihre Heiligkeit; Ihre Tränen im Gedenken an die christlichen Märtyrer, über die sie vor wenigen Tagen beim Frühgottesdienst im Hause Santa Marta sprachen, geben uns als Kindern der katholischen Kirche die Kraft Schwierigkeiten zu ertragen und mit Glauben und Liebe auf die Mitmenschen zuzugehen. Wie der Herr uns lehrt, sollen wir unsere Feinde lieben », so schreibt Dr. Ghazi Ibrahim Rahho aus Amman in einem Schreiben an Papst Franziskus im Namen der Familie des chaldäischen Erzbischofs Boulos Faraj Rahho von Mosul der 2008 entführt wurde und nach 12tägiger Folter starb (Vgl. Fides 3/3/2008; 13/3/2008; 14/3/2008; 17/3/2008; 10/4/2008; 12/4/2008; 20/6/2008).
In dem Schreiben wenden sich die Angehörigen des irakischen Erzbischofs an den Papst mit Blick auf dessen bevorstehenden Besuch in Jordanien. Dabei danken sie ihm für seine Worte über die christliche Einstellung zum Martyrium und zur Verfolgung: «Erzbischof Rahho» heißt es in dem Schreiben weiter, «hat die Worte des Herrn bezeugt, obschon er viel Leid ertragen musste ». Die Angehörigen des Erzbischofs mussten nach dem Mord den Irak verlassen und leben seither in Jordanien. Ihre neue Heimat bezeichnen sie als ein Land « des Zusammenlebens zwischen Christen und Muslimen ». Die Familie von Erzbischof Rahho wünscht sich dass dieser eines Tages zu den « heiligen Märtyrern der katholischen Kirche gehören wird ». «Obschon wir aus dem Irak auswandern mussten », so Dr. Ghazi Rahho im Namen seiner Angehörigen, «werden wir im Nahen Osten blieben, denn hier ist unsre Heimat. Wir bleiben hier, auch wenn wir Opfer bringen müssen und die Realität manchmal erdrückend ist, denn wir fühlen, dass der Herr uns begleitet und die Heiligen frohlocken, wenn wir alles im Namen des Herrn und des Erlösers Jesus Christus ertragen». (GV) (Fides 15/5/2014).

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