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2014-05-06

EUROPA/SCHWEIZ - “Verschiedene Ufer, dasselbe Meer”, Leben und Glauben der Migranten im Mittelmeerraum

Solothurn (Fides) – Im Januar eröffneten das Säkularinstitut der Scalabrini-Missionarinnen eine kleine Gemeinschaft in Agrigento, der Hauptstadt der Provinz, zu der auch die Mittelmeerinsel Lampedusa, gehört, die zu einem der vielen Kreuzwege der Migrationsbewegungen geworden ist, die nicht nur durch Armut, sondern auch durch Kriege, Verfolgung, Menschenrechtsverstöße und schädliche Umwelteinflüsse verursacht werden.
Im Mittelpunkt des Scalabrini-Frühlings-Fest 2014, das die Missionarinnen jedes Jahr im internationalen Bildungszentrum “G.B. Scalabrini” in Solothurn in der Schweiz veranstalten, stand dieses Jahr das Thema: “Verschieden Ufer, dasselbe Meer. Lebens- und Glaubenswege, die das Mittelmeer überqueren“. Dabei sollten die Teilnehmer nicht nur über die aktuellen Migrationsbewegungen in der Region aufgeklärt werden, sondern man wollte sich auch fragen, ob das Leid und die Hoffnung der Migrangten, ihre Lebens- und Glaubenserfahrung nicht auch Anzeichen für das Entstehen einer neuen geschwisterlichen Welt beinhalten, und ließ sich dabei vom selige G.B. Scalabrini inspirieren.
Im Rahmen des Forums des Frühlingsfestes befassten sich verschiedene Redner mit dem Thema. Pfarrer Mussie Zerai, der als Priester für die eritreische Auslandsgemeinde in der Schweiz verantwortlich und für sein Engagement für die Flüchtlinge aus dem Horn von Afrika bekannt ist, schilderte die Ursachen der Migration in verschiedenen afrikanischen Ländern und beschrieb die vielfältigen Gefahren, denen die Flüchtlinge bei ihrer Reise durch die Sahara und Libyen und auf dem Mittelmeer ausgesetzt sind. Alessia Aprigliano, eine der beiden Missionarinnen, die in Agrigento leben, beschrieb die ersten Schritte der neuen missionarischen Präsenz in Zusammenarbeit mit der Ortskirche. Die Missionarin und Theologin Anna Fumagalli, erläuterte einige Ausschnitte aus der Offenbarung des Johannes und betonte, dass jeder auf dem von Jesus aufgezeigten Weg der Liebe, einen Beitrag zum einen und unersetzlichen Plan Gottes leisten kann.
Rund 320 Teilnehmer aus 31 Ländern waren aus verschiedenen Städten in der Schweiz, aus Deutschland, Italien, der Slowakei, Polen, Luxemburg und Holland in Solothurn zusammengekommen und konnten sich in Arbeitsgruppen und Workshops mit verschiedenen Themen auseinandersetzen. Durch die Teilnahme an gemeinsamen Gottesdiensten empfingen das Geschenk der Gemeinschaft, die alle zu einer grenzenlosen Familie macht. An verschiedenen Veranstaltungen des Scalabrini-Fests nahmen auch Vertreter der Ortskirchen aus Basel sowie Priester und Missionare aus der Ordensfamilie der Scalabrini Missionare teil, darunter auch der Obere der Region Afrika-Europa. (LD/SL) (Fides 06/05/2014)

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