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2014-05-05

VATIKAN - Kardinal Filoni eröffnet die Vollversammlung der Päpstlichen Missionswerke: unsere Öffentlichkeitsarbeit “muss das Herz der Gläubigen ansprechen und zeigen, wie schön die Teilnahme an der Mission ist”

Vatikanstadt (Fides) – “Sollten die Päpstlichen Missionswerke nicht auch künftig mit peinlicher Sorgfalt darauf achten, dass ihre universale katholische Dimension erhalten bleibt, wäre nicht nur ihr eigenes Überleben, sondern auch der Dienst an allen Missionskirchen gefährdet”, dies betonte Kardinal Filoni, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, bei der Eröffnung der Jahresvollversammlung der Päpstlichen Missionswerke (5. bis 10. Mai) in Rom. (vgl. Fides 29/4/2014).
Zu Beginn seiner Ansprache erinnerte der Kardinal vor allem daran, dass Papst Franziskus bereits „in seinem ersten Jahr im Dienst als Bischof von Rom, der Kirche mit wichtigen missionarischen Impulsen geprägt hat”. Dabei erinnerte er an zahlreiche Gesten und die Veröffentlichung der beiden Dokumente, „Lumen Fidei“ und „Evangelii Gaudium“. “Die Evangelisierung erfordert in dieser Zeit des enormen sozialen Wandels”, so der Kardinal, “einen Wandel in der Kirche, eine Missionskirche, die hinausgeht… denn die Missionstätigkeit ist das Maß jedes kirchlichen Wirkens“.
Sodann befasste sich der Kardinalpräfekt mit der Rolle der Päpstlichen Missionswerke in der Kirche und erinnerte daran, dass die Päpstlichen Missionswerke nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil “sich neue positionierten, damit sie der wieder entdeckten Rolle der Ortskirchen als Hauptakteure gerecht werden konnten. Denn diese waren nun berufen, ihren spezifischen Beitrag zu leisten, wenn es darum geht die eigenen Kirchen auch wenn sie noch jung sind als verantwortliche Subjekte der Evangelisierung zu formen und weiterzuentwickeln.”
“In jüngster Vergangenheit”, so der Präfekt des Missionsdikasteriums weiter, “wird die Frage immer interessanter, inwieweit der Papst für alle Kirchen Fürsorge trägt und wie weit eine bilaterale Kooperation zwischen den Kirchen stattfindet, wenn es um Unterstützung und Hilfeleistung geht”. Die Päpstlichen Missionswerke wurden als „Päpstliche Werke“ anerkannt, da der „Oberste Hirte die Dringlichkeiten und Notwendigkeit aller Kirchen und jeder einzelnen Kirche kennt und fühlt”, doch die Päpstlichen Missionswerke verstehen sich auch als Instrument „jedes Bischofs, denn sie sind im Leben der Ortskirchen verwurzelt. Doch es geht nicht um die ehrenamtliche Ebene oder Position, sondern um einen Dienst an der Evangelisierung. Wir stehen alle im Dienst der Mission“, so der Kardinal, „Jede Ortskirche muss von den Bedürfnissen, Wünschen, dem Glauben und der Liebe aller Kirchen beseelt sein. Jede Kirche, die glaubt sich nur auf sich selbst beziehen zu können und dabei der universalen katholischen Dimension widerspricht oder diese ignoriert, ist dazu bestimmt als trockener Ast zu enden”.
Kard. Filoni erinnerte in diesem Zusammenhang auch daran, dass die Päpstlichen Missionswerke die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise spüren: “Wir stellen einen progressiven Rückgang bei den Spenden der Gläubigen in den antiken Kirchen fest, während diese in den jungen Kirchen Afrikas und Asiens leicht zunehmen”. Nach Ansicht des Präfekten des Missionsdikasteriums ist die Ursache jedoch nicht nur wirtschaftlicher Art, sondern es handelt sich in gewisser Weise um ein „die schwindendes Interesse des Gottesvolkes an der Mission“. “Wir müssen deshalb unsere Öffentlichkeitsarbeit überprüfen, damit diese das Herz der Gläubigen anspricht und zeigt, wie schön die Teilnahme an der Mission ist“, so der Kardinal, „Die missionarische Kooperation darf nicht ausschließlich in Form der Spendensammlung stattfinden. Denn die Päpstlichen Missionswerke besitzen charismatischen Charakter, sie sind wirksam durch die Kraft des Heiligen Geiste. Das Aneignen des Glaubens und dessen Weitergabe, das Gebet für die Mission uns das Opfer sind dabei die notwendigen Elemente, die die Wirkkraft der Missionstätigkeit ausmachen.
Auf den Spuren des Apostels Paulus und der christlichen Urgemeinden, “müssen wir aus unseren Einrichtungen hinausgehen in die Peripherie, wie Papst Franziskus es nennt. Es ist wichtig, dass wir in den Organismen der Diözesen, Pfarreien, Institute und religiösen Kongregationen präsent sind. Wir müssen die Gläubigen bei Konferenzen auf diözesaner und landesweiter Ebene zur aktiven Teilnahme an der Missionstätigkeit einladen“, so der Kardinalpräfekt, der abschließend „unsere ganze Arbeit dem Schutz der Missionskönigin” anvertraute. (SL) (Fides 05/05/2014)

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