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2014-04-25

ASIEN/BANGLADESCH - “The shirt on your back”: Interaktives Video über die unmenschlichen Arbeitsbedingungen der Textilindustrie

Savar (Fides) – Am 24. Aprile 2013 stürzte in Savar in der Nähe der Hauptstadt Dacca der “Rana Plaza” ein. Es handelte sich um das schlimmste tödliche Unglück in einer Textilfabrik, das es je gab: über 1.100 einheimische Arbeiter, die gezwungen waren, unter unmenschlichen Bedingungen für die Gigangen der globalen Textilindustrie zu arbeiten starben bei dem tödlichen Einsturz des Gebäudes. In dem Gebäude waren mehrere Kleidungsfabriken, eine Bank, Appartments und zahlreiche Geschäfte untergebracht. Insbesondere arbeiteten die dort untergebrachten einheimischen Unternehmen zu Billigstpreisen für große multinationale Unternehmen des Bekleidungssektors. Eine Woche lang berichteten die internationalen Medien über das Unglück, wobei Vereinbarungen gefordert wurden, die die grundlegenden Rechte der Arbeiter garantieren sollen.
Ein Jahr nach der Tragödie veröffentlicht der Guardian den interkativen Dokumentarfilm, der zurückverfolgt, wie Kleidungssütcke entstehen: vom Verbraucher, der sie Kauft bis zum Arbeiter, der sie näht. Dabei werden die humanen und ökologischen Kosten der so genannten „fast fashion industry“ veranschaulicht. Es wird eine frenetische Industrie gezeigt, die auf einem ungebremsten Konsum basiert, der sich in den vergangenen Jahren mit rasender Geschwindigkeit entwickelt hat. Nach Schätzungen produzierte die “fast fashion industry” im Jahr 2012 Kleidungsstücke im Wert von über 500 Milliarden Dollar, davon 300 Milliarden allein im Auftrag der 10 größten Unternehmen des Sektors. Die Materialkosten in Bangladesch gefertigtes für ein Baumwoll-T-shirt belaufen sich auf rund 5 Dollar, die Arbeitskosten liegen bei 20 Cent. Das Monatsgehalt von Arbeitskräften, die an Nähmaschienen arbeiten, wie es auf einem der neun Stockwerke des Rana Plaza der Fall war (bei denen es sich größtenteils um Frauen handelt), liegt bei rund 80 Dollar, wobei sechs Tage in der Woche in 10stündigen Schichten gearbeitet wird. (AP) (Fides 25/4/2014)

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