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2014-04-24

ASIEN/PAKISTAN - Junger Christ ermordet: er wollte sich nicht zum Islam bekehren

Lahore (Fides) – Der 22jährige Christ Haroon, auch Sunny genannt, wurde ermordet, weil er sich nicht zum Islam bekehren wollte. Haroon, der aus einfachen Verhältnissen stammt, hatte vor kurzem begonnen, als Putzhilfe in einer gut situierten muslimischen Familie in Lahore zu arbeiten. Dort arbeitete er mit dem Muslim Umer Farooq zusammen, der bei der Familie als Wächter beschäftigt war. Dieser kritisierte Haroon schon bald wegen seines christlichen Glaubens, und forderte ihn auf, sich zum Islam zu bekehren. Doch Haaron lehnte ab, er wollte seinen Christlichen Glauben beibehalten.
Am vergangenen 16. April begann Farooq erneut über das Thema Religion zu sprechen und Druck auf Haroon auszuüben. Er bestand darauf, zu erfahren, weshalb der junge Christ sich nicht überzeugen ließ. Haroon erklärte, er sei “ein wahrer Jünger Jesu Christi”. Daraufhin reagierte Farooq damit, dass er auf Haroon schoss und ihn mit einem Kopfschuss tötete, um danach zu behaupten Haroon, hätte Selbstmord begangen.
Die von der Familie gerufene Polizei nahm den Wächter zwar mit, registrierte die Anzeige (First Information Report) jedoch nicht, da man die Version des Selbstmordes für plausibel hielt. Die einheimischen Christen versammelten sich daraufhin zum Protest vor der Polizeistation. Umer Farooq befindet sich noch in Untersuchungshaft und in dem Fall wird weiter ermittelt.
Nasir Saeed, Vorsitzender der Nichtregierungsorganisation “CLAAS” (Centre for Legal Aid Assistance & Settlement) mit Niederlassungen in England und in Pakistan verurteilt unterdessen den Mord: “Wir haben aus einem jüngst erschienenen Bericht erfahren, dass jedes Jahr 1.000 christliche und hinduistische Mädchen zur Bekehrung zum Islam gezwungen werden. Fälle, in denen junge Christen zur Bekehrung gezwungen werden sind nicht selten und wen sie sich weigern, werden sie ermordet oder in falsche Blasphemiefälle verwickelt. In diesen Fällen muss die Justiz individuelle Freiheit garantieren und die Schuldigen bestrafen: dies ist das einzige abschreckenden Mittel. Grundlage solcher Fälle ist weit verbreitete religiöse Intoleranz und Hass gegenüber Minderheiten”. (PA) (Fides 24/4/2014)

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