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2014-04-14

ASIEN/JORDANIEN - Direktor der Caritas: Zahl der Christen unter den Flüchtlignen steigt

Amman (Fides) – Unter den syrischen Flüchtlingen in Jordanien steige die Zahl der Christen stetig, so der Direktor von Caritas Jordanien, Wael Suleiman. “Ihr Osterfest steht im Zeichen der Verzweiflung und der geistigen Erschöpfung”, so Suleiman, “Wir hatten liturigische Feiern für die katholischen Flüchtlinge geplant, mussten aber feststsllen, dass ihr Gemütszustand dafür nicht der reichtige ist. Sie nehmen lieber an den Feiern der einheimischen jordanischen Pfarreien teil. Denn sie sind müge und resigniert und sind nicht an eigens für sie organisierten Feiern interessiert, die sie nur an ihren Vertriebenenstatus und das erlittene Leid erinnern. Doch sie erwarten trotzdem mit großer Freude die Ankunft von Papst Franziskus. Auf dem Besuchsprogramme des Papstes stehen auch Begegnungen mit Flüchtlingen in Betania, jenseits des Jordans, in der Nähe des Ortes der Taufe Jesu”.
“Es ist nicht wie am Anfang, als unter den ersten Flüchtlingen noch keine Christen waren. Heute ” so Suleiman “sind es über 20.000. Ein kleiner Anteil im Vergleich zu den insgesamt 1,3 Milionen syrischen Flüchtlingen, die sich nach Angaben der Regierung in Amman in Jordanien aufhalten. Aller Voraussicht nach werden diese christlichen Flüchtlinge nach Kriegsende nicht mehr in die Heimat zurückkehren. Dies bedeutet, dass in einigen Städten, wie Homs oder Aleppol, viele Stadviertel nicht mehr von den ursprünglichen Einwohnern bewohnt werden”.
Unterdessen ist für Ende April die vollständige Öffnung der neuen Anlagen im Flüchtlingslager in al-Azraq vorgesehen, wo 130.000 Flüchtlinge untergebarcht werden können. Männer, Frauen und Kinder, die vor dem Konflikt in Syrien fliehen mussten, werden in A al-Azraq nicht in Zelten, sondern in Containern wohnen. Auch das erste große Flüchtlingslager in Zaatari hat sich im Lauf der Zeit in eine provisorische Stadt verwandelt, wo es Krankenstationen, Schulen und sogar ein Fußballfeld gibt. “Auch diese Verwandlung der Flüchtlingscamps in weniger prekäre Anlagen”, so der Direktor von Caritas Jordanien, “ist ein deutliches Signal: niemand kann vorhersehen, wie lange der Aufenthahlt der syrischen Flüchtlinge außerhalb ihres Heimatlandes dauern wird”. (GV) (Fides 14/4/2014).

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