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2014-03-18

ASIEN/LIBANON - Patriarch Rai beim Gottesdienst für Caritas-Mitarbeiter: “Wir müssen die Zerrüttung des Landes stoppen”

Bkerkè (Fides) – Politiker und alle, denen das Schicksal Libanons am Herzen liege, sollten alles dafür tun, dass “die Zerrüttung des Landes gestoppt wird, indem sie der Regierung ihr Vertrauen aussprechen, damit diese ihre Tätigkeit wieder aufnehmen kann”. Dies betonte der maronitische Patriarch von Antiochien, Kardinal Boutros Bechara Rai bei einem Gottesdienst für die Caritas-Mitarbeiter in Bkerkè anlässlich des Amtsantritts des neuen Vorsitzenden das katholischen Hilfswerks, Pfarrer Paul Karam, am vergangenen Sonntag, den 16. März. In seiner Predigt beklagte der Patriarch die von den verschiedenen politischen Gruppierungen im Land der Zedern hervorgerufenen Spannungen, die die Einheit des Landes gefährden
Insbesondere betonte Kardinal Rai, dass man die politische Bühne von “Vorbehalten gegenüber dem Staat als einheitsstiftende Autorität und Bezugspunkt für die territoriale Integrität, für das Volk und dessen Institutionen beseitigen müsse”. Diese Prinzipien, so der maronitische Patriarch seine in der Präambel der geltenden libanesischen Verfassung festgelegt. Spannungen waren zuletzt im Zusammenhang mit einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Regierungserklärung entstanden, in der unter anderem auf das Recht “der libanesischen Bürger auf Widerstand gegen die israelische Besatzung und die Abwehr von Übergriffen sowie auf Rückgabe der besetzten Gebiete” hingewiesen worden war. Vertreter der Kataeb-Partei hatten dies als indirekte Anerkennung der Manöverfreiheit für Milizen ausgelegt, die in Verbindung mit der schiitischen Hisbollah stehen, und deshalb damit gedroht das Regierungsbündnis, das unter Leitung des Premierministers Tammam Salam gebildet worden war, dem nun das Parlament nun das eigene Vertrauen aussprechen muss, zu verlassen.
Im Rahmen des Gottesdienstes wünschte der maronitische Patriarch dem neuen Caritas-Präsidenten viele Erfolg bei der Arbeit mit Blick auf die zahlreichen Probleme, die das katholische Hilfswerk bewältigen werden muss. „Unsere Arbeit”, so Pfarrer Karam zum Fidesdienst “wird sich auch in Zukunft vor allem mit den Problemen befassen, die durch die Krise in Syrien und die Flüchtlinge, die sich in unserem Land aufhalten, entstehen. Wir sind auf dem Weg und wir sind auf Unterstützung angewiesen, vor allem auch durch die Unterstützung durch das Gebet”. Caritas Libanon erhielt vor kurzem Spenden im Umfang von 750.000 Dollar aus Belgien. (GV) (Fides 18/3/2014)

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