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2014-03-12

AFRIKA/ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK - Missionar: “Die Lage in Bozoum hat sich verbessert, doch im Rest des Landes bleibt sie prekär”

Bangui (Fides) - “Die Sicherheitslage in Bozoum verbessert sich langsam und die alltägliche Gewalt konnte eingeschränkt werden”, so P. Aurelio Gazzera, der als Missionar in Bozoum im Nordwesten der Zentralafrikanischen Republik tätig ist. In vielen Landesteilen bleibt die Situation infolge der Ausschreitungen zwischen ehemaligen Seleka-Rebellen und Anti-Balaka-Milizen unterdessen weiterhin prekär.
“Die Situation in der Hauptstadt Bangui und Im Norden des Landes, wohin die meisten Seleka-Gruppen und ihre Verbündeten sich zurückgezogen haben kommt es weiterhin zu Unterdrückung und zur Bedrohung von Städten, wie zum Beispiel Kaga Bandoro und Bambari“, so der Missionar, „Unter anderem verfolgen die Rebellen dort weiterhin die Absicht, die Region vom Rest des Landes abzuspalten”.
“Dank der Anwesenheit französischer Truppen der MISCA (Afrikanische Mission in Zentralafrika) können, wenn auch unter Schwierigkeiten, Lebensmittel aus Kamerun angeliefert werden, während die Situation der Flüchtlinge und vertriebenen weiterhin ernst ist“. “Die katholische Mission Carnot”, so P. Gazzera “beherbergt zum Beispiel weiterhin Tausende Vertriebene und während, obschon ein Großteil der Muslime infolge der Gewalt der Anti-Balaka-Milizen die Region bereits verlassen haben, sind viele aus Angst vor der Unsicherheit geblieben und nur wenige in die Heimat zurückgekehrt.“
“Die Plattform der Ordensleute für den Frieden”, in deren Rahmen Erzbischof Dieudonné Nzapalainga von Bangui und der Imam von Bangui Oumar Kobine Layama zusammen mit dem Pastor Nicolas Grékoyamé-Gbangou, Vorsitzender der Evangelischen Kirchen besucht haben, begrüßt der Missionar. “Die drei Religionsvertreter nahmen an unserem morgendlichen Treffen mit den wenigen noch hier anwesenden Autoritäten und Menschen guten Willens teil”, so P. Gazzera abschließend, “bei denen wir die öffentlichen Angelegenheiten koordinieren. Ihre Ermutigung war für uns sehr hilfreich”. (L.M.) (Agenzia Fides 12/3/2014)

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