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2014-02-25

ASIEN/IRAN - Gesundheitszustand eines inhaftierten christlichen Pastors bedenklich: eine Haftentlassung wäre dringend notwendig

Teheran (Fides) – Der Gesundheitszustand des iranischen christlichen Pastors Behnam Irani, der sich seit 2011 aufgrund eines Urteils wegen “staatsfeindlichen Handlungen” in Haft befindet ist bedenklich. Da man um sein Leben fürchtet die Nichtregierungsorganisation “Christian Solidarity Worldwide” (CSW) die dringende Entlassung aus der Haft und erinnert daran, dass, “der Pastor obschon er wegen politischen Motiven verurteilt ist in Wirklichkeit wegen seines Glaubens inhaftiert wurde, was einen offensichtlichen Verstoß gegen die internationale Konvention über zivile und politische Rechte darstellt”. Der Pastor wurde am vergangenen 22. Februar einer Operation unterzogen und befindet sich derzeit im Shahid Madani Hospital in Karaj. Behnam Irani litt an schweren Blutungen infolge eines Magendurchbruchs und einer Darmerkrankung. Nach der gelungenen Operation soll der Pastor nach Angaben der CSW, wieder in die Vollzugsanstalt in Ghezal Hesar zurückkehren.
Pastor Irani ist iranischer Staatsbürger und wurde nach seiner Bekehrung zum Christentum Oberhaupt der Kirche des Iran mit Sitz in Karaj. Weil er „nicht genehmigte“ Gebetsversammlungen organisiert hatte, wurde er 2011 zu sechs Jahren Haft verurteilt. Während der ersten Monate seiner Haft im der Vollzugsanstalt in Ghezal Hesar, befand sich Pastore Irani in einer winzigen Zelle in Isolationshaft und wurde vom Wachpersonal regelmäßig aus dem Schlaf geweckt. Später wurde er in einer Zelle untergebracht, die er mit 40 anderen Häftlingen teilen musste. Durch physische und psychische Gewalt sollte er zur Bekehrung zum Islam bewegt werden, da der iranische Staat Bürger, die sich vom Islam zum Christentum bekehren als „gefährliches Beispiel“ betrachten.
Mervyn Thomas von Christian Solidarity Worldwide betont: “Es ist inakzeptabel, wenn man zulässt, dass der Gesundheitszustand eines Häftlings sich von einem Moment auf den anderen derart verschlechtern könnten. Wir fordern die Feilassung des Pastors, der sich nur weil er Christ ist in Haft befinden”. (PA) (Fides 25/2/2014)

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